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01/2000 |
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Um die Versorgungssituation von Tumorschmerzpatienten in Deutschland nachhaltig zu verbessern, hat das Bundesministerium für Gesundheit bis zum Dezember 1999 die Modellmaßnahme SUPPORT der Ärztekammer Niedersachsen gefördert. Das Modellprojekt wurde in enger Kooperation mit dem Zentrum An-aesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin (Geschäftsführender Leiter: Prof. Dr. med. Dietrich Kettler) und der Zentralen Pflegedienstleitung (Pflegedirektor: Norbert Erichsen) an der Georg-August-Universität Göttingen in der Region Südniedersachsen durchgeführt. Eine wesentliche Innovation der Modellmaßnahme war die Etablierung eines sogenannten Palliative-Care-Teams, das an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung den von Tumorschmerzen betroffenen Patienten, deren Angehörigen, sowie den behandelnden Ärzten und Pflegediensten in der Region an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr zur Verfügung stand. Im Spätsommer 1999 hatte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) der Ärztekammer Niedersachsen mitgeteilt, daß der bisherige Verlauf des Modellprojekts SUPPORT aus der Sicht des Ministeriums und seiner Gutachter die gestellten Erwartungen erfüllt hat. Vor diesem Hintergrund hatte das BMG der Ärztekammer gleichzeitig auch eine Verlängerung der Modellmaßnahme in Aussicht gestellt. Wie schon im Oktober 1999 an dieser Stelle berichtet wurde, hat die Kammer, einer Aufforderung des Ministeriums folgend, im Zusammenwirken mit der interdisziplinären Arbeitsgruppe SUPPORT zum 30. September 1999 einen entsprechenden Verlängerungsantrag gestellt. Kurz vor dem Jahreswechsel hat die Ärztekammer Niedersachsen die erfreuliche Nachricht erhalten, daß die Modellmaßnahme SUPPORT um ein weiteres Jahr verlängert wird. So wird es möglich, die bisherigen erfolgreichen Interventionsmaßnahmen ohne Unterbrechung fortzusetzen. Damit kann auch nach Auslaufen der ursprünglichen Förderphase die von nahezu allen Beteiligten - insbesondere von den betroffenen Patienten - als äußert hilfreich empfundene Arbeit des Palliative-Care-Teams weitergeführt werden. Wie schon in den vergangenen Jahren deckt die Finanzierungszusage des BMG allerdings die Projektkosten auch im Jahr 2000 nicht in voller Höhe. Die Kammer hofft aber, daß durch das anhaltende Engagement vieler Förderer und Sponsoren dennoch eine weitgehende Kostendeckung erreichbar ist. Auch bisher haben sich viele Bürger und Institutionen der Modellregion nachhaltig für SUPPORT engagiert. Nachfolgend soll hier exemplarisch eine kleine Auswahl dieser Menschen und Organisationen vorgestellt werden: Eine besonders großzügige Spende in Höhe von DM 5 000 erhielt das Modellprojekt von A. Knull, dem Inhaber der Wilhelm-Busch-Apotheke in Ebergötzen. Für dieses private Engagement möchte sich die Kammer herzlich bedanken. Auch der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Hannover gebührt herzlicher Dank für die erneute finanzielle Unterstützung von SUPPORT im abgelaufenen Jahr. Die TK war die erste Krankenkasse überhaupt, die sich bereits bei Beginn der Projektphase zu einer Förderung des Modellprojektes entschlossen hatte. Ein herzlicher Dank geht auch an die CDU-Senioren-Union des Kreisverbandes Northeim, die anläßlich ihres 13. Senioren-Kongresses im November 1999 die Arbeitsgruppe SUPPORT zu einem Vortrag eingeladen hat und im Rahmen dieser Veranstaltung dem Projekt einen Spendenscheck überreichte. Im Namen der "Arbeitsgemeinschaft Volpriehäuser Weihnachtsmarkt" übergab Herr Oldenburg im Gemeindehaus Volpriehausen einen weiteren Spendenscheck. Hierbei handelte es sich um den Erlös, den die Volpriehäuser Vereine auf dem Weihnachtsmarkt des vorhergehenden Jahres mit ihrer gemeinsamen Aktion erzielt hatten. Auch anläßlich des Göttinger Weihnachtsmarktes wurde ehrenamtlich für SUPPORT gearbeitet. Unter dem Motto: "Sie gehen in Ruhe einkaufen - wir kümmern uns um Ihre Kinder!" haben sich freiwillige Helfer von den Pfadfindern bis hin zu Betreuerinnen von Kindertagesstätten um die Kinder von Eltern gekümmert, die im weihnachtlichen Trubel einmal ungestört einkaufen wollten. Für diesen Dienst haben die dankbaren Eltern dann nach eigenem Ermessen einen Obulus entrichtet. Zusätzlich wurden von den Helfern selbstgebackene Plätzchen und Glühwein verkauft. So konnte am Ende des Tages Frau Katrin Benary-Thimm, die Initiatorin dieser Aktion, dem Modellprojekt SUPPORT eine stolze Spendensumme überreichen. Für alle vorstehend genannten Aktivitäten aber auch für viele weitere, hier nicht explizit aufgeführten Aktionen möchte sich die ÄKN nochmals herzlich bei all denen bedanken, die sich für die SUPPORT-Idee engagiert haben. Die Kammer versichert, alles zu tun, damit das umfassende Betreuungsangebot für terminal kranke Patienten und deren Angehörige auch langfristig erhalten bleibt. Für Rückfragen, Kommentare und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
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