aktualisiert am: 07.01.2002
niedersaechsisches aerzteblatt
 

01/2002


Internet & Neue Medien


ÄKN und KVN zeichnen Arzt-Homepages aus - Standards zur Bewertung guter medizinischer Websites entwickelt

Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung haben am 12. Dezember erstmals ihren Homepage-Preis für die "Beste bzw. Gute medizinische Website 2001" verliehen. Aus der Hand von ÄKN-Vorstands- und Jurymitglied Dr. med. Christina Correns konnten die Preisträgerinnen und Preisträger der als "Beste medizinische Website 2001" ausgezeichneten Seiten wertvolle Sach- und Geldpreise entgegennehmen.
Der erste Preis ging an
Dr. med. Harald Walter aus Peine
(http://www.gynpraxis-drwalter.de/),
den 2. Preis erhielt die Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Markus Heck,
Prof. Dr. med. Hans-Joachim Schurek und Dr. med. Ulrich Welling in Lingen
(http://www.nze-lingen.de/),
mit dem 3. Preis wurde die Gemeinschaftspraxis Dr. med. Gerhard Hinz und Dr. med. Friedhelm Ulbrich in Göttingen
(http://www.lungenpraxis-goettingen.de/)
ausgezeichnet.

Weitere 11 Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer wurden mit dem Prädikat "Gute medizinische Website 2001" ausgezeichnet:
• Dr. med. Peter Bauch, Alfeld:
http://www.Alfeld.de/vereine/pallium/
• Dr. med. Ralph Patrick Beigel, Hannover:
http://www.Dr-Beigel.de/
• Dr. med. Tilo Brunnée,
Bad Zwischenahn:
http://www.brunnee-dr.de/
• Dr. med. Joachim Gärtner/
Dr. med. Andrea Servatius,
Rotenburg/Wümme:
http://www.gaertner-servatius.de
• Dr. med. Roderich Garcea/
Dr. med. Wolfgang Sonnentag,
Braunschweig:
http://www.radiologie-bohlweg-bs.de/
• Dr. med. Markus Hedemann/
Dr. med. Axel Roczyk/
Dr. med. Andreas Hedemann,
Hameln:
http://www.praxisHR.de/
• Dr. med. Jürgen Kirsten/
Dr. med. Andreas W. Schneider,
Winsen/Luhe:
http://www.urologen.net/schneider-kirsten/
• Dr. med. Angelika Pape-Streller
Dr. med. Andreas Streller/,
Bückeburg:
http://home.t-online.de/home/streller/
• Dr. Peter Schachinger/
Dr. med. Bernd U. Tripcke/
Wolfgang Schulz, Bergen:
http://www.bergen-suelze.de/
• Dr. med. Walter Vorderstraße,
Weyhe-Leeste:
http://www.lungendoktor.com/
• Dr. med. Jost Wetter-Parasie,
Northeim:
http://www.wetter-parasie.de/

Neben den Preisen erhalten die ausgezeichneten Wettbewerbsteilnehmer einen Button, den sie auf ihrer Homepage führen können.

Der Jury war besonders daran gelegen, nachvollziehbare Qualitätskriterien für medizinische Websites zur Beurteilung der eingegangenen Bewerbungen zu erarbeiten. Sie hat sich dabei am "Code of Conduct" der Health on the Net Foundation orientiert und einen auf diesem Code basierenden Bewertungskatalog entwickelt.
Er umfaßt die Bewertung der
• Navigation auf den Seiten ("Ist sie übersichtlich? Funktioniert sie einwandfrei?")
• gegebenen medizinischen Informationen ("Sind sie sachlich richtig und verständlich aufbereitet?")
• Präsentation der Praxisorganisation ("Ist sie klar beschrieben?")
• Angaben zum Umgang mit E-Mail-Anfragen ("In welchem Zeitrahmen werden sie abgearbeitet? Wird erklärt, daß die Anfragen vertraulich behandelt werden?")
• Aktualität des Angebots ("Wird angegeben, wann die Seite zuletzt aktualisiert wurde?")
• Zeitdauer des Aufrufs der Seiten und schließlich der
• berufsrechtlichen Korrektheit der gemachten Angaben.

Die Anzahl der eingegangenen Bewerbungen (33) zeigt, daß die Internetpräsenz von Ärztinnen und Ärzten längst nicht den Umfang erreicht hat, den landauf, landab verbreitete Pressemeldungen glauben machen. Jüngsten Untersuchungen zufolge verfügen von den 12 448 in der Arztauskunft Niedersachsen (www. arztauskunft-niedersachsen.de) verzeichneten Medizinern nur 743 über einen eigenen Internetauftritt.

Oftmals - so eine weitere Erkenntnis des Wettbewerbs - werden auch die Folgen eines Internet-Auftritts von den Betreiberinnen und Betreibern gar nicht realisiert: Gerade das Medium Internet verlangt nicht nur ein hohes Maß an Solidität, sondern auch an Flexibilität: nichts ist so überflüssig, wie eine veraltete Website oder eine nie abgearbeitete Mailbox. Es ist also nötig, die laufende Pflege der Seiten und die Bearbeitung eingehender E-Mails in den jeweiligen Praxisalltag zu integrieren, in den Praxen klare Festlegungen zum Umgang mit der Internetpräsenz zu schaffen.

Natürlich weisen einzelne der bewerteten Seiten Mängel z.B. auch in berufsrechtlicher Hinsicht auf. Die ÄKN wird deshalb in der nächsten Ausgabe des nä eine "Website-Checkliste" vorstellen, die Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, ihre Internetpräsenz auf "neuralgische Punkte" hin zu überprüfen.
Die ausgezeichneten Seiten sind nichtsdestotrotz nicht nur hervorragende Beispiele für Solidität und Innovation, sondern auch für die sich auch auf elektronischem Wege entwickelnde Kommunikation zwischen Praxisteams und Patientinnen und Patienten oder - im weitesten Sinne - an Gesundheitsfragen interessierten Menschen und leisten so einen wichtigen Beitrag dazu, ärztlichen Sachverstand auch im Internet zu präsentieren.
-low

Schnelle Auskunft zu Zwangserkrankungen

Die 1995 gegründete "Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V." unterhält die derzeit wohl wichtigste deutschsprachige Internetpräsenz zum Thema Zwangsstörungen unter http://www.zwaenge.de. Sie macht den integrativen Ansatz der Organisation in der Zusammenarbeit von Betroffenen und Angehörigen, Medizinern und Psychologen deutlich. Für Experten finden sich in der Rubrik "Aufsätze" umfassende Beiträge zur Diagnose und Therapie von Zwangsstörungen. Die "Bibliothek" bietet eine alphabetisch sortierte Literaturliste. Unter dem Stichwort "Zwänge" werden Merkmale, Erscheinungsformen und Möglichkeiten der Behandlung von Zwangserkrankungen erläutert. Für Betroffene gibt es Informationen und ein Diskussionsforum.
Von der Zeitschrift der Gesellschaft Zwangserkrankungen: "Z-aktuell" können auf der Internetseite http://www.haeverlag.de/z-aktuell die Jahrgänge 1996 bis 2000 im pdf-Format abgerufen werden.
Eine Seite von Betroffenen für Betroffene ist http://www.zwangserkrankungen.de. Der Punkt "Texte und Berichte" bietet aber eine auch für Mediziner interessante Übersicht über Zwangshandlungen und ihre ICD-, DSM-IV- und sonstigen klinischen Einordnungen.

Kunststoffempfehlungen jetzt als Datenbank im Internet

Ob Kaffeefilter oder Kaffeetasse, Getränkeflasche, Backpapier, Teflonpfanne oder Verpackungsfolie - Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, sind strengen Richtlinien und Kontrollen unterworfen. Das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin erarbeitet Empfehlungen für Hersteller, Verarbeiter und Kontrollinstanzen. Diese Kunststoffempfehlungen, bisher in schriftlicher Form als Loseblattsammlung herausgegeben, können ab sofort über die Homepage des BgVV (http://www.bgvv.de, Menüpunkt "Datenbanken") als ständig aktualisierte Datenbank eingesehen und genutzt werden. Herstellern, Kontrollbehörden und Arbeitsmedizinern ist dadurch ein schnellerer Zugang zu den benötigten Informationen möglich als bisher.

Die Kunststoffempfehlungen des BgVV sind keine Rechtsnormen. Sie stellen aber den derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik für die Bedingungen dar, unter denen Gegenstände für den Lebensmittelkontakt (Bedarfsgegenstände) aus hochpolymeren Stoffen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Für die Internet-Präsentation wurden die Empfehlungen komplett überarbeitet und die Bezüge zu anderen Rechtsquellen aktualisiert. Den gelisteten Substanzen wurden so weit wie möglich CAS-Nummern zugeordnet. Die Suche kann daher sowohl nach der Bezeichnung der Stoffe als auch nach CAS-Nummern erfolgen. Der Zugriff auf die Datenbank ist kostenlos.
 
Alle Inhalte © Hannoversche Ärzte-Verlags-Union 1998-2002.
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 07.01.2002.

Design by Tim Schmitz-Reinthal, webmaster@haeverlag.de.