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01/2003 |
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Mit den zunehmenden Problemen im Gesundheitswesen und den bereits spürbaren Auswirkungen auf die ambulante Versorgung wächst der Druck auf die KVen, sich stärker in die öffentliche Diskussion einzubringen. Werden sie vielleicht deshalb zur politischen Verfügungsmasse und zum Prügelknaben der Gesundheitsreformer, weil ihre Aufgaben in der Bevölkerung nicht wahrgenommen werden? Die KVN wird im Jahr 2003 darauf reagieren und ihre Öffentlichkeitsarbeit noch stärker auf die Publikumsmedien ausrichten. Im vergangenen Jahr haben die 23 KVen und die KBV eine Imagekampagne gestartet. Über Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen, Informationsbroschüren, Plakataktionen, Pressekonferenzen und Internetauftritte wurde der Name der Institution "KV" in das Bewußtsein der Bevölkerung verankert. Jetzt soll der gestiegene Bekanntheitsgrad der KVen bei den Patienten für eine zukunftsweisende Profilierung genutzt werden. Dabei werden KVen und KBV stärker auf inhaltliche Botschaften setzen, um die Institution "KV" mit Leben zu füllen und als unverzichtbaren Leistungserbringer im Gesundheitswesen darzustellen. Fokussiert wird auf den Einsatz der KVen für eine qualitativ hochwertige Versorgung. Die KV wird als unverzichtbarer Marktführer in Fragen der ärztlichen Sicherstellung, Qualitätssicherung und Prävention von Krankheiten in der Öffentlichkeit positioniert. Auf diese Weise werden die Kampagnenslogans "Damit Ihnen nichts fehlt, wenn Ihnen etwas fehlt" und "Ihre Gesundheit ist unsere Verantwortung" inhaltlich gefüllt. Die aktuelle Debatte um die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen ist ein gutes Beispiel dafür, daß die KVen Produktbewußtsein entwickeln und ihre "Produkte" besser vermarkten müssen, gegenüber ihren Mitgliedern ebenso wie in der Öffentlichkeit. Gerade in Zeiten größer werdender Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung, wo die Qualität des ärztlichen Handelns höchst kritisch bewertet und hinterfragt wird, ist dies unerläßlich. Statt - wie in der Vergangenheit häufig geschehen - nur auf Vorwürfe der Politik und der Krankenkassen zu reagieren, wird die KVN immer öfter mit eigenen Beiträgen in die politische Debatte eingreifen. Agieren statt reagieren, so lautet das Stichwort. Die Themen Sicherstellung, Qualitätssicherung und Prävention sind für das öffentliche Arztbild prägend. Daher wird die KVN in ihren Veröffentlichungen und Statements im Rahmen der Imagekampagne verstärkt Fragen der ambulanten medizinischen Versorgung aufgreifen. Wichtig bei all dem sind klare und verständliche Botschaften an breite Kreise der Bevölkerung. Der KVN "ein Gesicht zu geben" heißt für 2003, ärztliches und psychotherapeutisches Wirken in all seinen Facetten anschaulich in der Öffentlichkeit darzustellen. - Detlef Haffke | ||||||
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