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Diesmal geht es umgekehrt: Der Doc wird gecheckt, z.B. wenn er Zugang zur "Roten Liste" bekommen will - eine Prozedur, die sich lohnt (auch weil sie kostenfrei ist).

 
DocCheck (www.doccheck.com) Medical Services bietet Schutz und Zugang für mehr als 30 Websites von pharmazeutischen Unternehmen und medizinischen Verlagen an und versteht sich als europäischer Service für Ärzte und Apotheker (für Medizin- und Pharmaziestundenten gibt's DocCheck Study). Der Passwordschutz resultiert denn auch aus der Tatsache, daß in einigen europäischen Ländern die Direktwerbung für Medikamente nicht gestattet ist. Bislang hat DocCheck 7 000 User in ganz Europa, von denen 70% Mediziner sind.

Rote Liste (nur mit DocCheck) ...



Und so funktioniert der Zugang: Über ein Anmeldeformular wählt man Namen und Paßword, erhält eine Bearbeitungsnummer und gegen Vorlage der jeweiligen Examensbescheinigung wird der Zugang freigeschaltet. Und was bringt's? Neben der inzwischen schon fast obligatorischen, kostenfreien Medline-Recherche sind vor allem die "Rote" und "Gelbe Liste" interessant, die mit DocCheck zugänglich werden.

Die Recherche in der Roten Liste ...

(www.srz-berlin.de/RoteListe/rest/inhverz.htm) ist ausgesprochen komfortabel, weil alle Auswahlkriterien der Printversion in die elektronische umgesetzt wurden. Sie können also das Hauptgruppenverzeichnis, Abkürzungen, Alphabetisches Verzeichnis, Stichwort- und Wirkstoffverzeichnis in Sekundenschnelle nach dem gesuchten Begriff absuchen, außerdem das Verzeichnis chemischer Kurzbezeichnungen, das Hilfsstoffverzeichnis und das Verzeichnis der E-Nummern (numerisch und alphabetisch geordnet). Der bekannte Präparateteil besteht aus Basisinformation, Signaturverzeichnis, Hinweisen zu Neben-, Wechselwirkungen und Intoxikationen, sowie ausführlichen Angaben zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit, bzw. Verkehr, Alkohol. Ein Verzeichnis der Informationszentren für Vergiftungsfälle in Deutschland und Europa und der Anhang zum Anaphylaktischen Schock runden das Angebot ab, ein Highlight ist natürlich das Verzeichnis der pharmazeutischen Unternehmer, onlinegerecht aufbereitet mit Links zu Homepages und E-Mail.

... und im Medizinischen Kongresskalender

Ein weiteres Standardwerk ist nun gleichfalls online - der Kongress Kalender Medizin, besser bekannt unter der landläufigen Bezeichnung Demeter Kongress-Kalender (www.spitta.de). Auch hier haben sich die Anbieter viel Mühe gegeben, denn der Kalender wird täglich aktualisiert und bietet eine Reihe von Suchfunktionen (die sich allerdings z.T. nur über die "Hilfe" erschließen). Angeboten wird die Suche nach Titel, Thema, Ort, Land Kongress-Datum und Fachgebieten. Was aber, wenn man wie eben in einem Kalender alle Einträge, von einem bestimmten Datum an suchen will? Funktioniert auch: Unter Kongress-Datum trägt man bei "von" z.B. das heutige ein und bei "bis" eben beispielsweise "31.12.1999".
Bei der Anzeige stößt man zunächst auf den Titel des Kongresses, Kongressort -und -zeitpunkt, mit weiterem Mausklick gelangt man zum jeweiligen Haupteintrag, der recht dürftig ausfallen kann. Nichtsdestotrotz erweist sich auch hier, daß vorliegende Erfahrungen bei der Erstellung von Printversionen eines jetzt online-verfügbaren Mediums allemal von Vorteil sind.
Weitere Kongress-Kalender:

www.medizin.de (Rubrik: Kongresse, Fortbildungen; ein eher mageres Angebot)

www.mediconf.com (vorwiegend US-amerikanisches Angebot, beim Mausklick auf Angebote in "Germany" landeten wir immer wieder bei "Medical Meetings in Washington, D.C.")

www.meb.uni-bonn.de/Kongress/deutsch (Im Aufbau; auf dieses Angebot verlinkt auch das DGN, leider ist dort bislang kein Kalender, sondern nur die Möglichkeit zur Anmeldung von Kongressen zu finden.)
R. Dehmlow
 
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