03/2000


SUPPORT-News:

Personelle Veränderungen im Projekt-Team



Bei vielen Tumorpatienten kommt es im terminalen Stadium ihrer Erkrankung neben sehr starken Schmerzen auch zu anderen schwerwiegenden Symptomen, wie chronischem Erbrechen, fortschreitendem Gewichtsverlust und Angst. Palliativmedizin ist eine noch recht junge Spezialdisziplin der Medizin. Sie hat die Aufgabe, eine möglichst weitgehende Kontrolle aller dieser Symptome zu gewährleisten. Dazu gehört auch die Unterstützung des von vielen Patienten geäußerten Wunsches, unter menschenwürdigen Bedingungen zu Hause sterben zu können. Allerdings bereitet die adäquate Umsetzung palliativmedizinischer Behandlungsprinzipien im Alltag noch große Probleme.

Um diese nahezu ubiquitären Defizite zunächst in einer definierten Modellregion abzubauen und dabei spezifische Erfahrungen zu sammeln, hatte die ÄKN im Bezirksstellenbereich Göttingen der KVN bereits 1995 das Projekt SUPPORT initiiert. Die praktische Umsetzung dieser Modellmaßnahme erfolgt seit 1. Dezember 1996 in enger Kooperation mit einer interdisziplinären Arbeitsgruppe an der Universitätsklinik Göttingen.

Zur besseren Verzahnung des ambulanten und stationären Versorgungsangebotes wurde mit Beginn der Interventionsphase am 1. Juli 1997 in Südniedersachsen ein sogenanntes Palliative-Care-Team (PCT) etabliert. Das PCT ist das Kernstück der SUPPORT-Idee, den Tumorpatienten und ihren Angehörigen sowie den behandelnden Ärzten und involvierten Pflegediensten rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres als kompetenter Ansprechpartner und bei gegebenem Bedarf auch als komplementärer Leistungserbringer zur Verfügung zu stehen.
Das PCT besteht aus schmerztherapeutisch besonders fortgebildeten Ärzten und palliativmedizinisch erfahrenen Krankenschwestern. Durch enge Kooperation mit der "Hanns-Lilje-Stiftung", einer Förderinstitution der Evangelischen Landeskirche Hannover, konnte das Betreuungsangebot des PCT befristet bis zum Jahresende 1999 noch um die Mitarbeit einer Seelsorgerin erweitert werden. Damit stand den Patienten und ihren Angehörigen auf Wunsch im Rahmen des Projekts auch eine professionelle psychosoziale und spirituelle Begleitung zur Verfügung. Die ÄKN dankt an dieser Stelle Pastorin Kreisel-Liebermann für ihre bisherige Mitarbeit im PCT.

Bei dieser Gelegenheit sei auch allen übrigen bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gedankt, die im Projektverlauf aus der interdisziplinären Arbeitsgruppe ausgeschieden sind. Aus dem Team zur wissenschaftlichen Begleitforschung schieden die Medizinische Dokumentarin Heidrun Rexer und der Diplom-Mathematiker Dr. Ulrich Munzel aus, auf Seiten des PCT die Krankenschwester Anita Albrecht sowie Dr. Susanne Naß und Dr. Andreas Hirn. Mit ihrem persönlichen Engagement haben die Genannten sehr zum Erfolg von SUPPORT beigetragen, wobei besonders die Mitglieder des PCT erheblichen Anteil an der überaus hohen Akzeptanz von SUPPORT bei Patienten, Angehörigen und Kooperationspartnern haben. Die Kammer wünscht allen "Ehemaligen" für ihren weiteren beruflichen Weg alles Gute!

Als neue PCT-Ärztin hat bereits im Herbst des vergangenen Jahres Dr. med. Sabine H. Quentin die Arbeit aufgenommen. Zusammen mit den übrigen PCT-Mitgliedern, der Krankenschwester Margrit Kriegler und Dr. Ingo Benken wird sie während der Verlängerungsphase die Patientenversorgung übernehmen. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses stand noch nicht fest, wer noch als neue Krankenschwester hinzukommt und wer Dr. Benken nachfolgt, der in den nächsten Wochen ebenfalls eine andere Aufgabe übernehmen wird. Eventuell bietet sich hier im weiteren Projektverlauf auch für "Externe" eine interessante Möglichkeit zur Mitarbeit, bei der sie Erfahrungen sammeln können, die zur Realisierung des SUPPORT-Konzeptes auch an anderen Standorten vorteilhaft sein dürften.

Für Rückfragen, Kommentare und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Kontakt

AG SUPPORT, der ÄKN c/o Zentrum Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin
Georg-August-Universität
Waldweg 35, 37073 Göttingen

Palliative-Care-Team-Hotline:
PCT-Büro: (05 51) 39 61 11
PCT-Handy: (01 72) 52 57 870

Koordinatinationsbüro:
Telefon: (05 51) 39 40 69
Fax: (05 51) 39 31 89
Email: pctgoe@gwdg.de
Internet: http://come.to/SUPPORT
 
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Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 10.03.2000

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