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03/2000 |
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... so lautete der Titel der ersten Veranstaltung des Zentrums für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen (ZQ) der Ärztekammer Niedersachsen, die für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie ihre Praxisteams angeboten wurde. Rund 100 Teilnehmer nahmen am 22. Januar die Gelegenheit wahr, sich auf der Basis der Vorträge und in Diskussionsbeiträgen mit den aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, nämlich insbesondere der Forderung nach Qualität und Wirtschaftlichkeit, auseinanderzusetzen. Ziel der Veranstaltung war, Hintergrundinformationen und Denkanstöße zur Arztpraxis neuen Typs zu geben. In seiner Begrüßung betonte Dr. Harald Walter, stellvertretender Vorsitzender im "Ausschuß Qualitätssicherung", daß die Ärztekammer Niedersachsen bewußt neue Akzente setzen wolle, indem sie gezielte Angebote für die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen formuliere. Die Voraussetzungen hierfür seien durch die Zusammensetzung im "Ausschuß Qualitätssicherung" besonders dadurch gegeben, daß die Mitglieder sowohl den ambulanten wie auch den stationären Sektor repräsentierten; allein drei Ausschußmitglieder würden die heutige Veranstaltung aktiv unterstützen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die nebenstehend genannten fünf Referate bzw. Berichte, die unter der Internet-Adresse www.zq-aekn.de nachgelesen werden können. Vorgestellt wurde auch das brandneue Kurskonzept "Qualitätsmanagement in der Arztpraxis" das Brigitte Sens und Dr. Christine Gernreich präsentierten. Basierend auf den seit 1996 gesammelten Erfahrungen mit dem Kurssystem "Ärztliches Qualitätsmanagement" nach den Vorgaben des BÄK/ KBV/AWMF-Curriculums (das inzwischen fester Bestandteil im Dienstleistungsangebot des ZQ ist) ist das auf den künftigen Qualitätsmanager im Krankenhaus ausgerichtete Kursprogramm nun speziell für Arztpraxen modifiziert worden. Zielgruppe sind Praxen, die ein Qualitätsmanagementsystem als festen Bestandteil in ihr Praxismanagement einführen und die Vorteile nutzen wollen. Diese sind: konstruktive und vorausschauende Gestaltung der täglichen Arbeit mit Gewinn für Patienten, MitarbeiterInnen und die eigene Arbeitszufriedenheit. Das Kurskonzept selbst ist durch folgende Eckpunkte gekennzeichnet: Je ein Arzt oder eine Ärztin sowie eine Helferin aus einer Praxis absolvieren über einen Zeitraum von 1½ Jahren die Zusatzqualifikation gemeinsam, wobei bestimmte Schulungsanteile jeweils getrennt vorgesehen sind; die zeitliche Struktur sieht insgesamt acht Wochenend-Blöcke (Freitag 15 - 19 Uhr, Samstag 9 - 17 Uhr) und vier zusätzliche Mittwoch-Nachmittage vor; für die dazwischen liegenden Zeitintervalle sind Arbeitspakete vorgesehen; es werden die inhaltlichen Vorgaben der Stufen I und II nach dem BÄK-Curriculum integriert, so daß der Kurs anrechenbar für die Zusatzbezeichnung "Qualitätsmanagement" ist; während des Kursprogrammes bauen die beteiligten Praxen ein internes Qualitätsmanagement auf, das am Ende - nach 1½ Jahren - je nach Wunsch gemäß DIN EN ISO 9000 ff. zertifizierbar ist; die Kosten belaufen sich pro Praxis auf DM 1.380 pro Quartal über 1½ Jahre für einen Arzt und eine Helferin. Die inhaltliche und zeitliche Strukturierung ist in der Abbildung beispielhaft für die ersten Schulungsanteile, entsprechend dem Basiskurs, dargestellt. Ein Pilotkurs mit 6 - 7 Praxen, d.h. max. 14 Teilnehmern, soll im Juni im Ärztehaus Hannover starten. Die Diskussion unter den Teilnehmern spiegelte reges Interesse, aber auch viel Skepsis wider, ob und wie man unter dem derzeitigen Druck der knappen Ressourcen und dem engen Zeitkorsett "planerisch und gestalterisch" tätig sein könne. Andererseits bestand aber auch in vielen Wortmeldungen Konsens darüber, daß man vorausschauend und qualitätsorientiert das "begründete Vertrauen" (eine Forderung, die Dr. Bochnik vertrat) schaffen und erhalten müsse, so daß Patienten und Angehörige in den Arztpraxen der Zukunft umfassend beraten und auf hohem Niveau versorgt sind. Wie das seit 1995 ausgerichtete "Forum Qualität in der Gesundheitsversorgung", das sich an je einem Samstag im September mit aktuellen Informationen an Vertreter aller Berufsgruppen der niedersächsischen Krankenhäuser wendet (das nächste Mal am 9. September 2000), soll nun auch die Veranstaltung für niedergelassene Ärzte bzw. Praxisteams zu einer festen Reihe werden. Somit kann im Frühjahr 2001 bereits z.B. über die ersten Erfahrungen aus dem Kurskonzept "Qualitätsmanagement in der Arztpraxis" berichtet werden. Brigitte Sens |
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