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04/2001 |
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Der Strukturausschuß der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat sich in den Sitzungen am 7. Februar, am 21. Februar und zuletzt am 7. März 2001 eingehend mit der Frage der Einführung von Individualbudgets in einen neuen Honorarverteilungsmaßstab (HVM) befaßt. Die Mitglieder der Vertreterversammlung der KVN hatten den Vorstand und den Strukturausschuß im November 2000 beauftragt, auf der Basis eines HVM-Entwurfs die Vorbereitungen für die Einführung von Individualbudgets voranzutreiben (s. niedersächsisches ärzteblatt, 1/2001, Seite 66ff.) Der Strukturausschuß der KVN ist nach intensiver Abwägung des Für und Wider (s. S. 70f.) der Einführung von Individualbudgets zu der Erkenntnis gelangt, daß die mit den Individualbudgets ursprünglich verfolgten Ziele nicht zu realisieren sind. Er wird daher den Mitgliedern der Vertreterversammlung in der kommenden Sitzung vorschlagen, von der Einführung der Individualbudgets Abstand zu nehmen. Die mit der Einführung der Individualbudgets ursprünglich verfolgten Ziele sind bei gleichzeitigem Anstieg der zu erwartenden Probleme nicht zu erreichen. Die Einführung von Individualbudgets würde wegen des gesetzlich vorgegebenen - ab dem 3. Quartal 2000 reformierten - bundeseinheitlichen Fremdkassenzahlungsausgleichs zu einer gravierenden finanziellen Belastung der KVN und damit verbunden zu einer erheblichen Quotierung der Individualbudgets führen. Dies zeigt auch die jüngste Entwicklung im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Insbesondere dieser Umstand spricht gegen die Einführung von Individualbudgets im Bereich der KVN. Gleichwohl sollen die ursprünglichen Ziele der Mengenbegrenzung und der Kalkulierbarkeit des Honorars weiter verfolgt werden. Der Strukturausschuß der KVN hat am 24. März 2001 in einer Klausurtagung die verschiedenen Alternativen zu den Individualbudgets diskutiert, um der Vertreterversammlung letztlich wirksame Honorarverteilungsregelungen vorschlagen zu können. Die Ergebnisse der Klausurtagung lagen bei Redaktionsschluß dieser Ausgabe noch nicht vor. Das Vorstellen dieser Alternativen war bis zum ursprünglichen geplanten Termin der Vertreterversammlung der KVN am 24. März 2001 nicht möglich. Der Strukturausschuß hätte den Mitgliedern der Vertreterversammlung anläßlich der geplanten Sitzung lediglich die Abkehr von den Individualbudgets vorgeschlagen, ohne echte Alternativen anbieten zu können. Vor diesem Hintergrund hat sich der Strukturausschuß einstimmig dafür ausgesprochen, den Mitgliedern der Vertreterversammlung eine Verlegung der März-Sitzung vorzuschlagen. Diesem Votum haben sich auch die auf den Strukturausschußsitzungen anwesenden Vorstandsmitglieder der KVN vorbehaltlos angeschlossen. Die Mehrheit der Mitglieder der Vertreterversammlung hat der Verschiebung zugestimmt. Der Strukturausschuß wird den Mitgliedern der KVN-Vertreterversammlung nun am 9. Juni 2001 auf der neu terminierten Sitzung in Hannover entsprechende Alternativen zu den Individualbudgets vorstellen. Dr. med. Heinz Jarmatz Vorsitzender des Strukturausschusses der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen | ||||||
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