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05/1999 | |||||
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Drei bedeutende Auszeichnungen für ein wissenschaftliches Modellprojekt innerhalb von nur sechs Tagen! Dieses vermutlich einmalige Ergebnis hat die Ärztekammer Niedersachsen im April mit SUPPORT geschafft, dem im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin der Universitätsklinik Göttingen (Geschäftsführender Direktor: Prof. Dr. Dietrich Kettler) umgesetzten Modellprojekt zur Verbesserung der Lebensqualität von terminal kranken Patienten.In der April-Ausgabe des niedersächsischen ärzteblattes wurde schon gemeldet, daß SUPPORT am 21. April den 1. Förderpreis für Palliativmedizin erhalten sollte. Diese Meldung basierte auf einer schriftlichen Nachricht des Fördervereins für Palliativmedizin Kiel e.V. vom 19. Februar 1999. Inzwischen hat die Preisverleihung im Rahmen einer Feierstunde an der Universitätsklinik Kiel stattgefunden. Nach den Ausführungen der Jury erhielt SUPPORT diese Auszeichnung, weil das Projekt 'in besonderer Weise die ambulante palliativmedizinische Versorgung aufgebaut hat'. In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Patienten, Angehörigen, Mitarbeitern ambulanter und stationärer Palliativ- und Hospizdienste sowie einer Vertreterin aus dem Kieler Sozialministerium wurde das Thema 'Pflegen zu Hause' erörtert. Fokussiert wurden dabei insbesondere die Möglichkeiten und Aufgaben der Gesellschaft zur Unterstützung pflegender Familien ' beispielsweise durch patientenorientierte Maßnahmen wie SUPPORT. Bereits in der Woche zuvor hatte SUPPORT am 17. April auf dem Kongreß 'Umbau oder Abbau im Gesundheitswesen' den Deutschen Gesundheitspreis: Innovationen im Gesundheitswesen 1999 erhalten, der von den Ersatzkassenverbänden VdAK und AEV sowie der Quintessenz-Verlags GmbH ausgelobt worden war. Als einer von drei Preisträgern wurde SUPPORT vom Vorsitzenden der Jury, Prof. Dr. Fritz Beske, für die Preisschrift 'Palliativmedizinische Modellmaßnahme zur Verbesserung der Lebensqualität terminal kranker Menschen unter gleichzeitiger Optimierung gesundheitsökonomischer Aspekte' ausgezeichnet. Die Verleihung an den Projektleiter der Arbeitsgruppe SUPPORT, Dr. Franz Bernhard Ensink vom Zentrum Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin der Universitätsklinik Göttingen, erfolgte im Beisein zahlreicher namhafter Vertreter aus dem Gesundheitswesen. Die Benachrichtigung über diese Auszeichnung hatte die Ärztekammer erst wenige Tage vor der Preisverleihung erreicht. Von der bevorstehenden Verleihung eines weiteren Preises war die Arbeitsgruppe SUPPORT hingegen schon kurz nach Redaktionsschluß des letzten Heftes des niedersächsischen ärzteblattes unterrichtet worden. Mit Schreiben vom 30. März 1999 teilte die Geschäftsstelle des Berliner Gesundheitspreises der Göttinger Arbeitsgruppe mit, daß das Modellprojekt auch im Rahmen eines bundesweiten Innovationswettbewerbes ausgezeichnet werden sollte, den die AOK und die Ärztekammer Berlin gemeinsam initiiert hatten. Das Motto dieser Ausschreibung für den Berliner Gesundheitspreis 1998 lautete: 'Gesundheitsziele - Strategien für eine bessere Gesundheit'. Da bis zum Herbst des vergangenen Jahres mehr als 130 Bewerbungsschriften für diesen Preis eingereicht worden waren, gestaltete sich das Auswahlverfahren entsprechend zeitaufwendig. Deshalb wurde der Berliner Gesundheitspreis1998 nun erst im April 1999 verliehen. Die Auszeichnung der auf drei unterschiedliche Kategorien verteilten neun Preisträger erfolgte am 22. April, also direkt am Tag nach der Preisverleihung in Kiel. Folglich mußten sich die Mitarbeiter von SUPPORT ziemlich beeilen, um zu der morgens um 10.00 Uhr im Haus der Konrad-Adenauer-Stiftung beginnenden Festveranstaltung pünktlich in Berlin zu sein. Im Beisein der für SUPPORT zuständigen Ministerialrätin im Bundesministerium für Gesundheit, Prof. Dr. Elisabeth Rauterberg, des Vorstandsvorsitzenden des AOK-Bundesverbandes, Hans-Jürgen Ahrens und des Präsidenten der Ärztekammer Berlin, Dr. Günther Jonitz, wurde die Auszeichnung durch Rolf Müller von der AOK Berlin überreicht. Somit konnte die Ärztekammer Niedersachsen im April innerhalb von nur sechs Tagen für ihr Modellprojekt SUPPORT drei respektable Auszeichnungen entgegennehmen. Die ÄKN dankt den Initiatoren aller drei Wettbewerbe und gratuliert zugleich allen Mitgliedern der interdisziplinären Göttinger Arbeitsgruppe zu ihrem Erfolg. Angesichts dieser neuerlichen Auszeichnungen sieht sich die Ärztekammer in ihrem Bemühen bestätigt, die in Südniedersachsen etablierten Interventionsmaßnahmen von SUPPORT weiterzuführen und mittelfristig auch auf andere Regionen auszudehnen. Ziel aller Bemühungen bleibt die Überführung des innovativen Versorgungskonzeptes in die Regelversorgung. Die Möglichkeiten dafür sind hoffentlich durch die aktuellen positiven Voten, gerade auch aus Reihen der Kostenträger, noch aussichtsreicher geworden. Für Rückfragen, Kommentare und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
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