| Home | nä | Z-aktuell | Forum | digitalis | Bücher | Verlag | Kontakt |
| aktualisiert am: 16.06.2000 | ||||||
![]() |
06/2000 |
|||||
|
||||||
Mensch - Natur - Technik. Das Leitmotiv der Weltausstellung EXPO 2000 "schmeckt" geradezu nach dem Subthema Gesundheit. Und in der Tat: Auf dem Gelände selbst ("Themenpark"), aber auch unter insgesamt 773 sog. weltweiten Projekten sind gesundheits- bzw. medizinrelevante Themen durchaus keine Seltenheit. Einen der elf Themenparks unter dem Motto "Zukunft Gesundheit" hatte das niedersächsische ärzteblatt bereits im September letzten Jahres vorgestellt (vgl. nä 9/99, Seite 58). Unter der externen Projektleitung der im schweizerischen Genf ansässigen WHO hat in Messehalle 5 der japanische Szenograf Toyo Ito seine Vorstellung von bild-räumlicher Gesundheitslandschaft verwirklicht, dessen Philosophie sich wie folgt liest: "Eine Atmosphäre des Wohlbefindens ist Endprodukt aller gesundheitlichen Bemühungen. Entspannungsstühle, ein stiller See und sanfte akustische Untermalung verschaffen den Besuchern eine Pause zum Nachdenken. Aufwendige Bildprojektionen machen die Vielschichtigkeit von Gesundheit spürbar und wirken wie ein Wechselbad zwischen dem Inneren des Körpers und sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und technischen Einflüssen." Weniger pathetisch, aber durchaus zukunftsorientiert präsentieren sich hingegen die in dem EXPO-Segment "Weltweite Projekte. Beispiele aus der Zukunft" zusammengefaßten Sonderthemen der Weltausstellung. Das fast 800 mal weltweit vergebene Prädikat "EXPO-würdig" zeigt, daß eine Weltausstellung eben nicht nur auf einen Ort und ein Ausstellungsgelände beschränkt zu bleiben braucht. Allein 280 mal sind dafür bundesdeutsche Projekte, Aktivitäten und Aktionen in diesen Sonderkatalog aufgenommen worden. Unter der Kategorie "Gesundheit" firmieren weltweit 83 Einzelthemen, 28 davon wiederum an Standorten in Deutschland, darunter acht allein in Niedersachsen. So "blinkt" das EXPO-Logo beispielsweise in der Zentralafrikanischen Republik auf, der der Zusammenhang von "Arzneimitteln und Dorfgemeinschaften" am Herzen liegt. Der "Ahornstaat" Kanada präsentiert "Insektizidbehandelte Moskitonetze", der Andenstaat Peru eine "Medizinische Grundversorgung für indigene Gemeinschaften im Amazonasgebiet". Das "Ospedale de Reabilitatione" hingegen zeigt anhand der "Rehabilitation schwer hirngeschädigter Patienten", warum das römische Santa Luzia Hospital als beste Adresse seiner Art in Italien gilt. Recht vielseitig muten auch die 28 Gesundheitsprojekte an, die an bundesdeutschen Standorten auf die EXPO fokussiert sind. Mit einem Mikro-U-Boot, "dem kleinsten U-Boot der Welt", verspricht eine Duisburger Firma für Mikrotechnologie "Tauchfahrten durch den Körper", wobei das Objekt von der Größe einer Nadelspitze "problemlos in einen hohlen Zahn" passe. Die Fähigkeiten des Winzlings soll sich die Medizin beispielsweise bei der Diagnosestellung, der gezielten Plazierung von Medikamenten oder der Innenbestrahlung von Organen zunutze machen (www.microTEC-D.com). "Schlüssellochperspektiven" vermittelt auch die Ausstellung "Videoskopische Chirurgie in ihren ökologischen und ökonomischen Dimensionen" im holsteinischen Norderstedt, die als Kernstück den OP 2010, einen Hightech-Operationssaal, präsentiert. Alles was derzeit in der Endoskopie ˆ jour ist, haben die Ausstellungsmacher auf ca. 600 Quadratmeter Fläche zusammengetragen (http://www.medical-exhibition.com). KeimCelle Zukunft als Keimzelle der KomplementärmedizinUnter den acht niedersächsischen Standorten beansprucht vor allem das Projekt "KeimCelle Zukunft - Heilen im Dialog" besondere Aufmerksamkeit für sich. Als "Versuch eines Dialoges zwischen Schulmedizin und komplementären Heilmethoden" konzipiert, bilden sieben Teilprojekte inklusive Ausstellung und Kongresse den EXPO-Beitrag der alten Herzogstadt am Rande der Südheide. Optische Anziehungspunkte sind dabei zweifelsohne einmal die noch bis zum 26. November laufende Ausstellung "Horizonte des Heilens" und der Heilpflanzengarten Celle, der mit "Düfte, Gifte, Farbenspiel" die Sinne der Besucher ansprechen, aber auch medizinpädagogisch wirken will.Die kulturhistorische Ausstellung "Horizonte des Heilens. Geschichte und Gegenwart komplementärer Medizin" erzählt in der "Alten Exerzierhalle" (Helmuth-Hörstmann-Weg 1, täglich 10 bis 19.00 Uhr; Eintritt acht Mark) anhand von 700 Exponaten und mit Hilfe einer Medienshow Interessantes, Wissenswertes aber auch Skurriles über komplementäre Therapiemethoden (s. kleine Abb.). Konkret vertreten sind klassische Naturheilverfahren, die Homöopathie, die anthroposophische Medizin sowie die Traditionelle Chinesische Medizin und das indische Ayurveda. Der Heilpflanzengarten Celle an der Wittinger Straße 74-76 (zehn Gehminuten von der Celler Innenstadt entfernt) öffnet während der EXPO-Zeit zwischen 10.00 und 20.00 Uhr seine Pforten und kann für einen Eintrittspreis von drei Mark betreten werden. Auf dem 7 000 Quadratmeter großen Areal, einem der größten seiner Art in Europa, präsentieren sich Heilpflanzen nach Themenbeeten geordnet, die auch Auskunft über Anwendungsmöglichkeiten in der Phytotherapie, der Homöopathie sowie der Anthroposophie geben. Das Fachpublikum schließlich ist angesprochen vom 22. bis 24. September, wenn das zweite sog. Celler Gespräch das Thema "Praxis der Schmerztherapie" behandelt. Weiterführende Informationen liefert das Internet unter http://www.KeimCelleZukunft.de. Die sieben anderen "Weltweit-Projekte" in Niedersachsen aus dem Medizinbereich konzentrieren sich ausnahmslos auf die Landeshauptstadt Hannover, wo folgende Themen präsentiert werden: FortSchritt Hannover - Neue Therapieform für hirngeschädigte Kinder http://www.fortschritt-hannover.de; Henriettenstiftung - Zentrum für Spezialpflege; http://www.henriettenstiftung.de; International Neuroscience Institute Hannover (INI); Mobile oder stationäre Klinik-Müll-Entsorgungsanlage STERICOMAT http://www.pipelinesystems.com; Narkose nach Maß - sicher, umweltschonend, zukunftsweisend http://www.narcotrend.de (vgl. auch die ausführliche Konzeptbeschreibung in nä 5/99) sowie Das umweltfreundliche Krankenhaus (unter der Projektträgerschaft des Kinderkrankenhauses auf der Bult versuchen sich 45 Krankenhäuser der Region Hannover an einem neuen System verbesserter ökologischer Verfahren zur Ver- und Entsorgung von Klinikbedarf bzw. -müll). Schließlich gehören in dieses Angebot die beiden Projekte "Peptidische Wirkstoffe des menschlichen Körpers" http://www.peptide-research-hannover.de und die von der Klinik für Nuklearmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover präsentierte "Radioimmuntherapie der HIV-Infektion", das unter http://www.radioimmuntherapie.de recherchierbar ist. rhy | ||||||
| Home | nä | Z-aktuell | Forum | digitalis | Bücher | Verlag | Kontakt |
|
Alle Inhalte © Hannoversche Ärzte-Verlags-Union 1998-2000. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 16.06.2000. Design by Tim Schmitz-Reinthal, webmaster@haeverlag.de. |