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07/1999 | |||||
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Seit dem 1. Dezember 1996 führt die Ärztekammer Niedersachsen in enger Kooperation mit dem Zentrum Anaesthesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin (Geschäftsführender Leiter: Prof. Dr. med. Dr. h.c. Dietrich Kettler) und der Zentralen Pflegedienstleitung (Pflegedirektor: Norbert Erichsen) der Georg-August-Universität Göttingen in der Region Südniedersachsen die Modellmaßnahme SUPPORT durch. Ziel dieses Modellprojektes ist es, die in der Patientenbetreuung heute zweifellos noch vorhandene Lücke zwischen dem palliativmedizinisch Möglichen und dem aktuellen Versorgungsstand zu schließen. Unabdingbare Voraussetzung für diese sowohl unter ethischen wie auch unter gesundheits-ökonomischen Aspekten wünschenswerte Entwicklung ist eine effiziente Verzahnung an der Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Versorgung. Einer Vorgabe des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entsprechend, hatte die Göttinger Arbeitsgruppe SUPPORT bereits im Juni des vergangenen Jahres ein öffentliches Symposium zum Thema "Palliativmedizinische Betreuung im häuslichen Bereich - Status Quo und Strategien zur Verbesserung aktueller Versorgungsstrukturen" organisiert. Am 9. Juni 1999 fand nun ein weiterer interner BMG-Workshop der seitens des Ministeriums aktuell geförderten Modellvorhaben zur Verbesserung der ambulanten Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten statt. Dabei fungierte auf Wunsch des BMG die Göttinger Arbeitsgruppe SUPPORT erneut als Gastgeber. Neben den jeweiligen Projektleitern hatte das BMG als externe Experten auch die ehemaligen Gutachter sowie Vertreter einiger weiterer Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen sowie der Kostenträger mit eingeladen. Eröffnet wurde die in den Projekträumen der Arbeitsgruppe im Waldweg durchgeführte Veranstaltung durch den Präsidenten der Ärztekammer Niedersachsen, Prof. Dr. Heyo Eckel. In ihrem anschließenden kurzen Einleitungsreferat fand Prof. Dr. Elisabeth Rauterberg, Ministerialrätin im BMG und zuständig für alle durch das Ministerium geförderten Modellmaßnahmen im Bereich der Palliativmedizin, anerkennende Worte für alle Projekte. Besonders gratulierte sie der Arbeitsgruppe SUPPORT zu ihren bisherigen Erfolgen und den kürzlich erhaltenen Preisen und Auszeichnungen. Im weiteren Verlauf der Tagung stellten alle vier Modellprojekte (neben Göttingen auch Erlangen, Greifswald und Köln), die sich inzwischen am Ende der jeweils geplanten Interventionsphase befinden, ihren aktuellen Entwicklungsstand sowie erste Ergebnisse vor. Zunächst präsentierten Dr. Radbruch und Prof. Sonntag (beide Universität Köln) ihre Studie "STAN-Schmerztherapeutisches ambulantes Netzwerk der Region Köln". STAN fokussiert parallel die Verbesserung der Versorgungssituation von Kopf- und Tumorschmerzpatienten in Köln und Umgebung. Im Anschluß daran stellten PD Dr. Lang und Dr. Sittl (beide Universität Erlangen) "MIDAS" vor, ein Modellprojekt zur interdisziplinären ambulanten Schmerzversorgung in Mittelfranken. Neben Kopf- und Rückenschmerzpatienten werden auch dort Patienten mit Tumorschmerzen versorgt. In der von Prof. Dr. Klaschik, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, geleiteten Nachmittagssitzung kam es zur Präsentation der aktuellen Ergebnisse von SUPPORT durch den Projektleiter Dr. Ensink (Universität Göttingen) sowie der "Krebsschmerz-Initiative Mecklenburg-Vorpommern" durch Dr. Diemer (Universität Greifswald). Im abschließenden Rundtischgespräch unter der Leitung von Frau PD Dr. Gralow (Universität Münster) diskutierten die Projektleiter mit einem Krankenkassenvertreter sowie weiteren ausgewählten Experten. Nahezu alle Teilnehmer formulierten einstimmig die Erwartung, daß die Kostenträger die Fortsetzung der erfolgreichen Interventionsmaßnahmen finanzieren sollten und das Ministerium die Projektarbeit durch Kostenübernahme der wissenschaftlichen Begleitforschung weiter fördern möge. Diese Forderung fand auch die ungeteilte Zustimmung des übrigen Plenums. Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung gab Elisbeth Rauterberg ihr Ausscheiden beim BMG zum Ende Juni bekannt. Im Namen der Ärztekammer Niedersachsen und aller Projektleiter wünschte Dr. Ensink ihr für den Ruhestand alles Gute. Mit einem kleinen Präsent und einem Blumenstrauß dankte er ihr für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Frau Prof. Dr. Rauterberg ihrerseits dankte in ihrer Erwiderung allen Anwesenden für deren persönliches Engagement für die Etablierung und Weiterentwicklung der Palliativmedizin in Deutschland. Für Rückfragen, Kommentare und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
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