10/1999

Frauen und Gesundheit im Netz
 

Es ist nicht ganz einfach, zu diesem Thema etwas zu finden. Das liegt weniger an einem vermeintlich nur geringen Angebot, als vielmehr daran, daß die entsprechenden Dokumente schlecht durch Suchmaschinen erschlossen sind. So führt eine Stringsuche (= nur diese Begriffe sollen als Zeichenfolge in Titel und/oder Kurzbeschreibung des Dokuments vorkommen) nach "Frau" und "Gesundheit" einzig auf die Homepage von Christa Nickels, der Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (http://www.christanickels.de), die zwar interessant ist, aber - das kann doch nicht alles gewesen sein?

Etwas mehr an Informationen bringt die Suchmaschine "Yahoo!", die einen Registereintrag "Frauen >Gesundheit" (http://www.yahoo.de/Gesundheit/Frauen/), anbietet, immerhin mit Links zu Seiten mit Themen wie "Schwangerschaft und Geburt" oder auch "Genitalverstümmelung"; bei "Lycos" ist die Orientierung eine etwas andere: "Gesundheit, Wellness & Beauty" (http://www.lycos.de/webguides/frauen/m_gesundheit.html), doch zufriedenstellen kann das Angebot - zwischen "Natürlich zum Wunschkind" und "Verwendung von Algen" nicht.

Es gibt sogar eine spezielle Suchmaschine, bei der die gesuchten Inhalte zu vermuten wären (Powercat: http://www.powercat.de/Main.html), das dort einleitend aufgeführte Motto von Bathsua Makin "Anscheinend ist eine gebildete Frau so etwas wie ein Komet. Ihr bloßes Erscheinen verheißt Unheil" würde frau/man gerne auf die Anzeige der Suchergebnisse angewandt wissen, allein sie erfolgt in eher schneckengleichem Tempo.

Ertragreicher ist da "WOMAN - Frauenseiten im Internet" (http://www.woman.de/katalog/gesundheit/index.html), die übersichtlich gegliedert Angebote zum Thema "Gesundheit", aber auch "Bildung und Wissenschaft" liefern. U.a. stößt frau/man da auf das "Europäische Netzwerk Frauengesundheit" - ein "Mittelfristiges Aktionsprogramm zur Chancengleichheit von Frauen und Männern" der Europäischen Gemeinschaft (http://www.ifg-frauenforschung.de/whnet/rightd.htm), mit einer Darstellung zur Geschichte der Frauengesundheitsbewegung, vor allem aber mit einer Linksammlung zu Organisationen im Bereich Frauengesundheit in Deutschland, darunter auch eine Reihe interessanter Adressen in Niedersachsen:

• die Hochschule Vechta bietet "Frauenlinks im Internet" - http://131.173.82.1/organe/frauen/inter11.htm
• das Frauenbüro der Georg-August-Universität Göttingen (mit dem Schwerpunkt Reproduktionsmedizin) -
http://www.gwdg.de/~uzprfb/auguste/spezial/inhalt.html
• der Förderverein Virginia Woolf Frauenuniversität e.V., Oldenburg -
http://www.uni-oldenburg.de/eu-net/virginia-woolf-ev/
• das Frauenbüro der Universität Lüneburg (dort ist ein Projekt zur Evaluation frauenfördernder Maßnahmen in Niedersachsen angesiedelt) -
http://www.uni-lueneburg.de/einricht/ttf/fb96/div/Frauenbuero.html
bis hin zu EDV-Bildungs- und Beratungszentren für Frauen wie die Frauencomputerschule "donna megabyte" in Hannover - http://www.nananet.de/institut/donnamegabyte/index.html.

In eine ähnliche Richtung orientiert ist die "Internationale Elektronische Frauenuniversität (WIEU)", die aber darüber hinaus insbesondere das Auffinden frauenspezifischer Lernangebote fördern will (http://www.wvu.edu/~womensu/index_de.htm). Als internationales Netzwerk versteht sich auch das "European Institute of Womenís Health", dessen "Womanís Cancer Information Project" (Aufklärung über Krebsformen, besondere Gefährdung von Frauen) eine deutschsprachige Seite zu wünschen wäre.
Raimund Dehmlow

 
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