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11/2001 |
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Seit dem letzten SUPPORT-Bericht (vgl. nä-Heft 10/2001) gab es vielfältige Aktivitäten zum Erhalt des Modellprojekts. Am 11. Oktober fand im Berliner Ludwig-Erhard-Haus zum Auftakt der Europäischen Schmerzwoche ein Rundtischgespräch zum Thema "Europa gegen den Schmerz - Eine Bestandsaufnahme zur Schmerztherapie in Deutschland" statt. Veranstalter waren der Bundesverband Deutsche Schmerzhilfe e.V., Grünendeich, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS), Köln und die deutsche Sektion der International Association for the Study of Pain (IASP). Projektleiter Dr. Franz Bernhard Ensink, war aufgefordert, auf der Veranstaltung einen Vortrag zum Thema "Schmerzforschung in Deutschland: Anspruch und Wirklichkeit" zu halten. In der nachfolgenden Diskussion kamen dann angesichts der einschlägigen Erfahrungen mit SUPPORT auch die Schwierigkeiten zur Sprache, die offensichtlich generell bei der Überführung von Modellprojekten in tragfähige Anschlußregelungen bestehen. Nur knapp eine Woche später, am 17. Oktober, fand in Berlin auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion unter der Leitung des Abgeordneten Dr. med. Wolfgang Wodarg, zugleich Obmann seiner Fraktion in der Enqute-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin", eine weitere Diskussionsveranstaltung statt, bei der begleitend zum laufenden Gesetzgebungsverfahren u.a. zur Finanzierung ambulanter Hospizarbeit gezielt auch über palliativmedizinische Versorgungsaspekte diskutiert wurde. Dr. Ensink war gebeten worden, am Beispiel SUPPORT auch den Teilnehmern dieser Veranstaltung Möglichkeiten zur nachhaltigen Verbesserung der ambulanten palliativmedizinischen Versorgung terminal kranker Tumorpatienten vorzustellen. Bei beiden Terminen reagierten die anwesenden Bundespolitiker mit großem Unverständnis auf die Tatsache, daß es bislang selbst für ein so erfolgreiches Projekt wie SUPPORT nicht möglich gewesen sei, eine Anschlußfinanzierung sicherzustellen. Gleichzeitig wurde die Vermutung geäußert, daß - im Kontext der von außenstehenden Diskutanten unterstellten "Verweigerungshaltung auf Seiten der Krankenkassen" - letztlich nicht Sachargumente sondern andere Motive entscheidungsrelevant wären. Einer der Bundestagsabgeordneten bot zur Überwindung dieser Blockadehaltung spontan an, die weiteren Gespräche zwischen den Krankenkassenverbänden in Niedersachsen und der ÄKN zu moderieren. Mit einer Pressemitteilung vom 17. Oktober unter dem Titel: "SUPPORT muß erhalten bleiben - Landeskirche plädiert für Weiterführung des Modellprojekts im Bereich Palliativmedizin" hat sich inzwischen auch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers in die öffentliche Diskussion eingeschaltet: "Der Erfolg dieses Projektes ist unumstritten. Es ist unser Anliegen, diese bewährte Innovation der Gesundheitsversorgung dauerhaft zu sichern", so Dr. Eckhart von Vietinghoff, der Präsident des Landeskirchenamtes. Die Landeskirche Hannover appelliert an die Verantwortlichen, Wege zu finden, um das Projekt langfristig weiterführen zu können. Zwar hat am 12. Oktober auf Referenten-ebene ein weiteres Gespräch zwischen den Verbänden der Gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen auf der einen sowie Dr. jur. Karsten Scholz, dem Justitiar der ÄKN, und Mitgliedern der Arbeitsgruppe SUPPORT auf der anderen Seite stattgefunden. Leider gab es aber im Nachgang zu diesem Termin bis zum Redaktionsschluß für dieses Heft noch immer keine Signale von den Krankenkassen, daß sich etwas "in Sachen SUPPORT" bewegt hätte. Um so dankbarer registriert die ÄKN die Bereitschaft Einzelner, durch z.T. sehr großzügige Spenden gezielt zum Erhalt des Projektes und insbesondere zur Fortsetzung des ursprünglichen Versorgungsangebotes beizutragen. Stellvertretend sei an dieser Stelle Armin Asselmeyer, Geschäftsführer und Inhaber der Firma o.r.t. in Göttingen, gedankt, der aus Anlaß des 5-jährigen Bestehens seines "jungen" Unternehmens am 25. Oktober dem Präsidenten der ÄKN, Professor Dr. Heyo Eckel, einen Spendenscheck über 11 000 Mark zugunsten von SUPPORT übergab. Für Rückfragen, Kommentare und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
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