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12/2001 |
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Der Präsident der Ärztekammer Niedersachsen, Prof. Dr. med. Heyo Eckel (66), ist in Hannover mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung nahm die niedersächsische Ministerin für Frauen, Arbeit und Soziales, Dr. phil. Gitta Trauernicht, im Rahmen der ÄKN-Kammerversammlung vor. Die Feststellung der Ministerin "Sie sind ein bedeutender Niedersachse" quittierte das Ärzteparlament mit langanhaltendem Beifall. Mit dieser Verleihung ehrt die Bundesrepublik eine herausragende Arztpersönlichkeit, einen verdienten Standespolitiker und vor allem engagierten Mitbürger, der sich in zahlreichen ehrenamtlich ausgeübten Betätigungsfeldern um das Gemeinwohl verdient gemacht hat. Im Mittelpunkt steht dabei sein Einsatz für die niedersächsische Landesstiftung "Kinder von Tschernobyl", der er seit deren Gründung im Jahr 1992 angehört. Seit 1997 ist er Vorsitzender des Kuratoriums. Mehrfach jährlich organisiert und leitet Prof. Eckel die Verteilung von Geräten und Medikamenten in den Krankenhäusern der Regionen, in denen strahlengeschädigte Kinder betreut werden. Gleichzeitig bildet er zusammen mit engagierten Kolleginnen und Kollegen weißrussische und ukrainische Mediziner insbesondere in der Sonographie und Therapie der Schilddrüse fort. Mit einem kaum zu überbietenden persönlichen Einsatz gelang und gelingt es ihm immer wieder, die für diese Arbeit erforderlichen Geldmittel in Form von Spenden zugunsten der Stiftung einzuwerben. Für sein ärztliches Wirken und die Fürsorge zugunsten der strahlengeschädigten Kinder in der Katastrophenregion verlieh ihm die Republik Belorußland 1999 den Franziska-Skoryini-Orden. In bleibender Erinnerung ist ferner der besondere Einsatz des gebürtigen Berliners für einen zügigen Aufbau ärztlicher Selbstverwaltungsstrukturen in den neuen Bundesländern nach Öffnung der innerdeutschen Grenze 1989. Hilfen beim Aufbau einer Ärztekammer Sachsen-Anhalt sowie der berufsständischen Versorgungseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind eindrucksvolle Belege EckelŐschen Engagements in der berufsständischen Variante des "Aufbaus Ost". Schon sehr frühzeitig hat sich der im positiven Sinne bekennende Preuße Prof. Eckel (Motto: "Mehr Sein als Schein") für die standespolitischen Belange seiner Berufsgruppe eingesetzt. Das begann als Assistentensprecher der Medizinischen Hochschule Hannover, setzte sich fort als Mitglied in der Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen und mündete 1990 in der Wahl zum Präsidenten der Ärztekammer Niedersachsen, ein Amt, das auch die Mitgliedschaft im Vorstand der Bundesärztekammer begründet. Auf allen standespolitischen Aktionsebenen setzt sich Prof. Eckel in führenden Positionen für die Dynamisierung der ärztlichen Fort- und Weiterbildung ein. So war er stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses bzw. der Ständigen Konferenz Weiterbildung der Bundesärztekammer und ist seit 1995 Vorsitzender des Deutschen Senats für ärztliche Fortbildung. Einführung und Durchsetzung des Fortbildungszertifikats sind eng mit seinem Namen verknüpft. Seit 1999 hat er den ebenfalls bei der Bundesärztekammer angesiedelten Vorsitz der Deutschen Akademie der Gebietsärzte inne. Sein beispielloser Einsatz für die Etablierung der Umweltmedizin im Rahmen des Gesundheitswesens fand 1984 mit der Gründung des Arbeitskreises "Umwelt und Gesundheit" der Ärztekammer Niedersachsen, dem ersten dieser Art in der Bundesrepublik überhaupt, eine Art institutionelle Heimat. Einem entsprechenden Ausschuß bei der Bundesärztekammer sitzt er seit 1991 vor. Die mit zahlreichen Schlaglichtern gespickte Biographie Prof. Eckels, der hauptberuflich als Chefarzt der Radiologie im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende und dort - seit 1999 - als Ärztlicher Direktor wirkt, nennt eine Fülle weiterer Auszeichnungen, die das Wirken und Schaffen eines hervorragenden Arztes würdigt: So verlieh ihm im Jahre 1995 der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder das Verdienstkreuz Erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens. Auch die Johann-Peter-Frank-Medaille des Berufsverbandes der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und der polnische Orden "Pro Gloria Medici" der Kujawisch-Pommerschen Ärztekammer Thorun sind äußere Zeichen vielfältiger Wertschätzungen, die der Präsident der Ärztekammer Niedersachsen bislang erfahren durfte. rhy | ||||||
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