Vor vier Jahren startete Niedersachsen als eines der ersten Bundesländer ein flächendeckendes Mammographie-Screening nach europäischen Qualitätsrichtlinien. Damit erhalten mehr als eine Million niedersächsischer Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren die Möglichkeit, an einem Früherkennungs-Programm teilzunehmen, das zu einer deutlichen Senkung der Brustkrebssterblichkeit beiträgt.
Um eine möglichst große Beteiligung zu erreichen, ist ein möglichst präziser und vor allem rechtzeitiger Informationsfluss zwischen allen Beteiligten wichtig, vor allem um den positiv befundeten Patientinnen einen reibungslosen Therapieablauf gewährleisten zu können.
Wichtig ist nach wie vor, dass Gynäkologen ihre Patientinnen im entsprechenden Alter noch umfassender als bisher über das Mammographie-Screening-Programm informieren und zur Teilnahme motivieren. "Zwar nutzt bereits jede zweite Frau in Niedersachsen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren die Chance zur Früherkennung. Doch reicht diese Teilnahmequote angesichts der Häufigkeit der Erkrankung noch nicht aus", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Dr. Volker Steitz, jüngst in Hannover. "Wir streben in Niedersachsen eine Beteiligung von mindestens 70 Prozent aller anspruchsberechtigten Frauen an", so Steitz.
Er unterstrich die Bedeutung des vom Bundesgesetzgeber im Sommer 2002 auf den Weg gebrachten Mammographie-Screening-Programms als Teil der Prävention und verwies auf die ausgezeichnete Versorgungsstruktur in Niedersachsen. Trotzdem: "Jeden Tag sterben in Deutschland 50 Frauen an Brustkrebs. Viele Frauen wissen noch nicht, dass Brustkrebs, früh erkannt, fast immer heilbar ist", sagte der KVN-Vize.
Er wies darauf hin, dass das Mammographie-Screening derzeit das einzige flächendeckend umsetzbare Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs sei, das die Brustkrebssterblichkeit signifikant senken könne. Steitz appellierte an die niedergelassenen Gynäkologen, ihre Patientinnen noch intensiver über das Mammographie-Screening zu informieren. Vielleicht könne das Screening sogar dazu beitragen, das Bewusstsein für die jährliche Krebsvorsorge beim Frauenarzt zu schärfen.
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Verfasser/in:
KVN
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