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aktualisiert am: 15.06.2016

 

  Organ- und Gewebespe

Erfolgreiche Biobank

Die HUB, zertifiziert vom TÜV Nord, begleitet Transplantationen


 


Verschiedene Gewebeteile und andere Biomaterialien aus dem Klinikaufkommen verwaltet die Hannover Unified Biobank (HUB) im Neubau des CRC-Gebäudes im Medical Park Hannover. Das zentrale Proben- und Datenreservoir der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) wurde von Professor Dr. Thomas Illig und seinem Team seit 2012 kontinuierlich aufgebaut. Damit soll den biomedizinischen Forschungsprojekten, die immer umfangreichere Studien mit hoher Proben- und Datenqualität erfordern, die passende Basis geboten werden. Mehr als 1,5 Millionen Proben sind in der HUB gespeichert. Hinzu kommen Hunderttausende Proben von aktuell laufenden Projekten an der MHH und assoziierten Forschungseinrichtungen.

Die zentrale MHH-Biobank arbeitet in der deutschlandweit einmaligen Transplantationskohorte des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) mit. In der 2014 gegründeten Transplantationskohorte werden medizinische Daten und biologische Proben von transplantierten Patienten zentral gesammelt und verwaltet. Die darauf basierenden Forschungsprojekte sollen Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen der Transplantation, den Vorerkrankungen des Patienten, den verabreichten Immunsuppressiva und den auftretenden Infektionen ermöglichen. "Wir unterstützen den Biobankenteil der Kohorte mit unserer professionellen Expertise ", erklärt Diplom-Biologin Inga Bernemann vom Team der MHH-Biobank. "Die Transplantationskohorte mit ihren ausgedehnten Biomaterialien und den assoziierten Daten stellt einen großen Schatz für die deutsche Infektionsforschung dar", erläutert Professor Illig die Bedeutung des Projekts.

An die HUB werden, wie an alle zentralen Biobanken, komplexe Anforderungen gestellt, die mit der Erhebung, Speicherung, Nutzung und Weitergabe von Proben und Daten verbunden sind. "Wir müssen alle Proben kontrolliert nach den gleichen Standards behandeln und herausgeben", betont Bernemann. Nicht zuletzt seien zudem neben der hoch qualitativen Probenpräanalytik und -lagerung sowie dem professionellen IT- und Projektmanagement auch datenschutzrechtliche und ethische Aspekte zu beachten.

Dass diese Anforderungen beim Aufbau der zentralen Proben- und Datensammlung vollständig erfüllt wurden, bescheinigte der TüV Nord kürzlich dem Biobank-Team. Nach der erfolgreichen Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems zertifizierten die technischen Prüfer die Biobank nach DIN EN ISO 9001:2008 - diese Hürde hatten erst wenige Biobanken in Deutschland zuvor genommen.

Verfasser/in:
Christine Koch





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