Logo Hannoversche Ärzte-Verlags-Union
Berliner Allee 20
30175 Hannover
info@haeverlag.de
 
nä-Schnellsuche:


Erweiterte Suche

Leserbrief
Ausgabe 11/2004
 
nä 12/2004
aktualisiert am: 10.12.2004

Arzneimittelordner 

  service

arzneimittelordner

Fragebogen


 

Der Arzneimittelordner ist erstmalig im Februarheft des nä erschienen.
Die bisherigen Ausgaben behandelten die Themen Interpretation von Studien (02/04), Antibiotikatherapie bei Kindern und Jugendlichen (03/04) und bei Erwachsenen (04/04), Leitlinien (05/04), PROCAM Risikoscore (06/04), Neue Arzneimittel (07/04), Arzneimittelinteraktionen I (09/04) und II (10/04) und Epilepsien (11/04).
Die folgenden 12 Multiple Choice Fragen gehen auf die Themen ein. Für die richtige Beantwortung der Fragen und den ausgefüllten Evaluationsbogen erhalten Sie maximal zwei Fortbildungspunkte.
Teilnahmebedingungen:
Für diese Fortbildungseinheit erhalten Sie bis zu zwei Fortbildungspunkte. Hierfür
- müssen 9 der 12 Fragen richtig beantwortet sein (1 Punkt), bei der richtigen Beantwortung aller Fragen erhalten Sie 2 Fortbildungspunkte.
- müssen Seite 1 und Seite 2 des Evaluationsbogens vollständig ausgefüllt sein. Unvollständig ausgefüllte Bögen können nicht berücksichtigt werden.
Einsendeschluss ist der 31. Januar 2005 (Datum des Poststempels). Die Teilnahmebescheinigungen werden im Februar 2005 versandt. Die richtige Auflösung erscheint in der Februarausgabe des nä.

Den ausgefüllten zweiseitigen Evaluationsbogen senden Sie bitte an:
Kassenärztliche Vereinigung
Niedersachsen, Hauptgeschäftsstelle
Dr. H. Neye,
Berliner Allee 22
30175 Hannover


Welche der jeweiligen Aussagen ist richtig?

1) In einer sechsmonatigen klinischen Studie wurde durch ein zu prüfendes Präparat die Inzidenz für Magengeschwüre im Vergleich zu Placebo von 9,2 auf 7,2 Prozent gesenkt. Wie groß ist für diesen Zeitraum die relative Risikoreduktion (RRR) und die Number Needed to Treat (NNT)?
A RRR = 27,8 % und NNT = 50
B RRR = 21,7 % und NNT = 100
C RRR = 2 % und NNT = 5
D RRR = 21,7 % und NNT = 50

2) Die akute Bronchitis
A wird immer mit einem Cephalosporin behandelt (Empfehlungen der PEG)
B ist überwiegend eine Virusinfektion
C sollte bevorzugt mit einer Antibiotikakombination behandelt werden
D wird mit einem inhalativen Kortikoid behandelt.

3) Die akute unkomplizierte Zystitis wird nach den Empfehlungen der PEG primär mit Trimethoprim behandelt. Bei bestehender Schwangerschaft
A wird ebenfalls mit Trimethoprim behandelt
B ist die Trimethoprim/Sulfonamid-Kombination Mittel der Wahl
C sollte nur mit niedrig dosiertem Nitrofurantoin behandelt werden
D ist ein Aminopenicillin Mittel der Wahl.

4) Die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Medizinischen Fachgesellschaften
A haben in Deutschland rechtlich bindenden Charakter
B geben jeweils die Expertenmeinung zu einem medizinischen Thema wieder
C werden in mehreren Stufen (S1 bis S3) entwickelt
D sind international rechtlich bindend.

5) Die Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)
A sind Bestandteil der Arzneimittelrichtlinien
B werden nach den Kriterien der Evidenz Basierten Medizin erstellt
C geben die Expertenmeinung der AkdÄ wieder
D werden aus internationalen Leitlinien entwickelt.

6) Der PROCAM Score
A wurde an der Universität Münster entwickelt, um das kardiovaskuläre Risiko von Mitarbeitern in Betrieben und Behörden zu ermitteln
B legt für kardiovaskuläre Risikofaktoren Grenzwerte fest
C dient zur Berechnung des persönlichen Herzinfarktrisikos in den kommenden 10 Jahren
D berücksichtigt neben dem Gesamtcholesterol auch die HDL- und LDL-Werte.

7) 5alpha-Reduktasehemmer wie Dutasterid und
Finasterid
A erweitern direkt die Harnröhre
B vermindern das Prostatavolumen
C sind zur Prophylaxe der benignen Prostatahyperplasie zugelassen
D sollten bei Patienten mit hohem Blutdruck nicht eingesetzt werden.

8) Die so genannten Biologicals
A werden entsprechend ihrer Zulassung bei der rheumatoiden Arthritis first line eingesetzt.
B verschieben das Zytokinungleichgewicht bei der rheumatoiden Arthritis
C sind alle monoklonale Antikörper gegen TNFalpha
D werden alle s.c. appliziert.

9) Teriparatid ist ein verkürztes Parathormon zur Behandlung der Osteoporose.
A Teriparatid wirkt bei pulsatiler Gabe osteoanabol.
B Teriparatid muss über mindestens 2 Jahre angewandt werden.
C Mit zunehmender Behandlungsdauer (> 2Jahre) nimmt die Trabekelstruktur weiter zu.
D Teriparatid ist wegen des verkürzten Moleküls oral verfügbar.

10) Das Cytochrom-P450-System ist für die Phase-I-Metabolisierung vieler Arzneimittel zuständig.
A Die CYP450-Enzyme sind ausschließlich in der Leber lokalisiert.
B Unter den CYP-Isoenzymen ist 3A4 das prozentual häufigste.
C Die Induktion eines CYP-Enzyms macht sich innerhalb weniger Stunden durch veränderte Wirkstoffspiegel bemerkbar.
D Alle zugelassenen Statine werden über CYP 3A4 oder 2C9 metabolisiert.

11) Besonders Antibiotika spielen wegen der zeitlich begrenzten Therapie eine wichtige Rolle bei CYP450 vermittelten Wechselwirkungen.
A Wegen der Inhibition der CYP-Isoenzyme 1A2 und 3A4 durch z.B. Ciprofloxazin kann es zum Wirkverlust von Clozapin kommen.
B Unter der Therapie von Phenobarbital oder Phenytoin können Wirkstoffspiegel von Antibiotika vermindert sein.
C Wegen möglicher Wechselwirkungen sollte eine bestehende Medikation unter Antibiotikatherapie ausgesetzt werden.
D Die Wahl eines Antibiotikums richtet sich primär nach der möglichen Enzyminduktion.

12) Das primäre Therapieziel bei der Behandlung der Epilepsie ist die Anfallsfreiheit.
A Neuere Antiepileptika führen im Vergleich zu klassischen Antiepileptika bei durchschnittlich mehr Patienten zur Anfallsfreiheit.
B Alle Antiepileptika sind bei unterschiedlichen Anfallsformen gleich wirksam.
C Alle Antiepileptika sind zur Monotherapie von Epilepsien zugelassen.
D Neuere Antiepileptika besitzen im Vergleich zu klassischen Antiepileptika Vorteile im Nebenwirkungsprofil.

Verfasser/in:
Holger Neye
Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen
Berliner Allee 22, 30175 Hannover



inhalt 12/ 04
service
anzeigenaufgabe
leserbrief
umfragen
archiv
 



Alle Inhalte © Hannoversche Ärzte-Verlags-Union 1998-2004. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am: 10.12.2004.
Design by Tim Schmitz-Reinthal, Support. | Impressum & Datenschutzerklärung