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nä 05/2017
aktualisiert am: 15.05.2017

 

  Honorar & Verträge

Viertes Quartal mit 3,6 Prozent Honorarsteigerung

Ergebnisse der Honorarabrechnung 4/2016


 


Mit 3,6 Prozent Honorarwachstum bei einem Prozent Fallzahlzuwachs im 4. Quartal 2016 endet das Jahr 2016 für die niedersächsischen Vertragsärzte moderat. Der ausgeschüttete Gesamthonorarumsatz ist in 4/2016 gegenüber dem Vorjahresquartal wie folgt gestiegen:

Insgesamt:+3,6 Prozent
Pro Arzt:+3,1 Prozent
Fachärzte gesamt: +3,3 Prozent
Fachärzte pro Arzt:+2,2 Prozent
Hausärzte gesamt:+4,3 Prozent
Hausärzte pro Arzt:+4,4 Prozent
Fachärzte gesamt: +7,1 Prozent seit 4/2014
Fachärzte pro Arzt:+5,5 Prozent seit 4/2014
Hausärzte gesamt:+8,9 Prozent seit 4/2014
Hausärzte pro Arzt:+9,2 Prozent seit 4/2014


Mit Fertigstellung der Abrechnung des 4. Quartals kann nun auch das Gesamtjahr analysiert werden. Gegenüber dem Jahr 2015 konnte der ausgeschüttete Gesamthonorarumsatz um ca. 4,0 Prozent für Fachärzte und ca. 4,4 Prozent für Hausärzte gesteigert werden. Gegenüber 2014 beträgt die Steigerung sogar ca. 7,9 Prozent für Fach- und 9,2 Prozent für Hausärzte. Unter Berücksichtigung der Arztzahlentwicklung errechnet sich 2016 gegenüber 2014 ein statistischer Honorarzuwachs je Facharzt von durchschnittlich ca. 6,5 Prozent und je Hausarzt von ca. 9,4 Prozent.

Die etwas höheren Honorarsteigerungen im hausärztlichen Versorgungsbereich gehen weiterhin insbesondere auf steigende Vergütungen aus den Bereichen der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) und der Geriatrie zurück.

Aktuelle Situation


Seit dem 1. Oktober 2016 haben Patienten Anspruch auf einen sogenannten bundeseinheitlichen Medikationsplan, sofern sie mindestens drei zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnete, systemisch wirkende Medikamente gleichzeitig einnehmen oder anwenden. Die Anwendung muss dauerhaft - über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen - vorgesehen sein. Die Einführung des Medikationsplans hatte der Bundestag mit dem E-Health-Gesetz beschlossen. Die diesbezügliche Vergütung erfolgt für die ersten zwei Jahre extrabudgetär, d.h. auch außerhalb von RLV/QZV. Anschließend muss - wie bei neuen Leistungen üblich - die überführung der neuen Leistungen in die MGV geprüft werden. Je nach Arztgruppe bzw. ob es sich um chronisch kranke Patienten handelt, erfolgt die Vergütung als Einzelleistung (neue GOP 01630 EBM) oder als Zuschlag auf die Chronikerpauschale (für Haus- und Kinderärzte). Bei den meisten Facharztgruppen erfolgt ein Zuschlag zur fachärztlichen Grundpauschale. Die Zuschläge werden unter Beachtung der Abrechnungsausschlüsse von der KVN automatisch zugesetzt.

Kardiologen sind seit dem Start der sektorübergreifenden Qualitätssicherung am 1. Januar 2016 verpflichtet, jede Herzkatheteruntersuchung und perkutane Koronarintervention zu dokumentieren. Im Bewertungsausschuss konnte nunmehr mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 eine Einigung zur Vergütung des Mehraufwandes erzielt werden. Die Abrechnung der Datenerfassung, Dokumentation und Datenübermittlung erfolgt über die GOP 34291 "Herzkatheteruntersuchung mit Koronarangiographie". Der obligate Leistungsinhalt der GOP wird dazu um die Maßnahme der Qualitätssicherung sowie um ein Aufklärungsgespräch erweitert. Die Bewertung wird um 92 Punkte auf 3.227 Punkte erhöht. Zudem wird eine Kostenpauschale 40306 in den EBM aufgenommen. Sie beinhaltet alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Datenerfassung, Dokumentation und Datenübermittlung entsprechend der GOP 34291 entstehen.

Veränderungen zum Vorjahresquartal


Die wichtigsten Änderungen zum Vorjahresquartal auf einen Blick:
- Einführung des Medikationsplans in den EBM mit extrabudgetärer Vergütung ab 4/2016,
- Abbildung des Mehraufwands im EBM für Herzkatheteruntersuchung und perkutane Koronarinterventionen im Zusammenhang mit der sektorenübergreifenden Qualitätssicherung ab 4/2016,
- neue EBM-Kapitel 37/38 zur Stärkung von Pflegeheimversorgung und Delegation ab 3/2016,
- umfangreiche überarbeitung der humangenetischen Leistungen im EBM ab 3/2016,
- neue Leistungen im EBM zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik und Versorgung ab 3/2016,
- Entdeckelung der Soziotherapie ab 2/2016,
- Einführung der Funktionsanalyse eines implantierten Kardioverters bzw. Defibrillators oder eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie als erste telemedizinische Leistungen in den EBM ab 2/2016,
- Anhebung des EBM-Orientierungswertes um +1,6 Prozent auf 10,4361 Cent ab 1/2016,
- MGV-Steigerung zur Berücksichtigung der Veränderung der Morbiditätsstruktur um +1,3496 Prozent ab 1/2016,
- Einrichtung einer TerminServiceStelle bei der KVN und Förderung entsprechender Fälle ab 1/2016,
- Einführung neuer EBM-Leistungen der diagnostischen Positronenemissionstomographie (PET) und der diagnostischen Positronenemissionstomographie mit Computertomographie (PET/CT) ab 1/2016 sowie
- RLV-Zuschlag für anerkannte Praxisnetze analog fach- und schwerpunktübergreifender Berufsausübungsgemeinschaften ab 1/2016.

Weitere Änderungen zum Vorjahresquartal


Zum 1. Juli 2016 wurden neue Leistungen zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik und Versorgung in den EBM aufgenommen. Die neuen Leistungen sind für Patienten mit einem besonders aufwändigen geriatrischen Versorgungsbedarf bestimmt und finden sich im neuen EBM-Abschnitt 30.13. Die Vergütung der neuen GOP erfolgt extrabudgetär.

Ebenfalls mit Wirkung zum 3. Quartal 2016 erhalten Anästhesisten im Rahmen des Patientenadaptierten Narkosemanagements bei Kataraktchirurgie die Möglichkeit, entsprechend der medizinischen Notwendigkeit und patientenindividuell zwischen den Verfahren Analgesie beziehungsweise Sedierung, Narkose und überwachung der Vitalfunktionen ("Stand-by") auszuwählen beziehungsweise diese Verfahren stufenweise zu kombinieren.

Zum 1. Juli 2016 hat der Bewertungsausschuss zur Stärkung der Pflegeheimversorgung und Delegation zwei neue Kapitel in den EBM eingeführt. Im neuen Kapitel 37 werden die Kooperations und Koordinationsleistungen in Pflegeheimen geregelt. Es enthält mehrere neue GOP, mit denen der zusätzliche Aufwand von Haus- und Fachärzten für eine regelmäßige Abstimmung und Koordinierung der Versorgung von Pflegeheimbewohnern honoriert werden soll. Die Leistungen können nur von Vertragsärzten berechnet werden, die einen Kooperationsvertrag nach § 119 SGB V mit einem Pflegeheim gegenüber der KV nachweisen, der die Anforderungen der Anlage 27 BMV-Ä erfüllt. Das neue Kapitel 38 enthält die delegationsfähigen Leistungen, welche nunmehr auch von im fachärztlichen Bereich tätigen Vertragsärzten für die Delegation von Leistungen an qualifizierte nichtärztliche Praxisassistenten abgerechnet werden können. Die KBV konnte zudem erreichen, dass diese GOP zur Förderung nichtärztlicher Praxisassistenten im fachärztlichen Bereich auch für Haus- und Kinderarztpraxen gelten. Damit können auch kleinere Hausarztpraxen von der Förderung profitieren, die bislang aufgrund ihrer zu niedrigen Fallzahlen nicht die entsprechenden EBM-Ziffern aus dem hausärztlichen Kapitel abrechnen konnten. Die Vergütung für beide neuen EBM-Kapitel erfolgt extrabudgetär bzw. außerhalb von RLV und QZV.

Der Bereich Humangenetik im Kapitel 11 des EBM wurde mit Wirkung zum 3. Quartal 2016 grundlegend überarbeitet. Ziel der überarbeitung war es, die genetischen Leistungen im EBM an den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen. Zu den Änderungen gehört, dass die humangenetischen Leistungen jetzt im EBM in konstitutionelle genetische Untersuchungen (Abschnitt 11.4) und in tumorgenetische Untersuchungen (Abschnitt 19.4) gegliedert sind. Die ärztlichen Kosten und die Gemeinkosten der konstitutionellen und tumorgenetischen Laborleistungen wurden in Pauschalen zusammengefasst. Zudem wurde vereinbart, dass einige genetische Leistungen ab 3/2016 extrabudgetär vergütet werden.

Als weitere neue Leistungen hat der Bewertungsausschuss zum 01.04.2016 zwei Operationsverfahren zur Holmium-Laserresektion und Holmium-Laserenukleation der Prostata in den Anhang 2 zum EBM aufgenommen.

Die Funktionsanalyse eines implantierten Kardioverters bzw. Defibrillators oder eines implantierten Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT-P, CRT-D) kann ab dem 1. April 2016 auch telemedizinisch durchgeführt und nach dem EBM abgerechnet werden.

Für die neuen Leistungen der diagnostischen Positronenemissionstomographie (PET) und der diagnostischen Positronenemissionstomographie mit Computertomographie (PET/CT) wurde der EBM mit Wirkung ab 1/2016 um einen Abschnitt 34.7 erweitert. Die neuen Leistungen werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und damit außerhalb der RLV/QZV-Systematik nach den EBM-Sätzen vergütet.

Bis zum 23. Januar 2016 hatten alle KVen die Verpflichtung, die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen TerminServiceStellen (TSS) einzurichten. Um ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen und ausreichend Termine zur Verfügung stellen zu können, hat die Vertreterversammlung der KVN eine Förderung von bis zu 26 Terminen pro Facharzt im Quartal, also regelmäßig zwei Terminen pro Woche, beschlossen: Diese Termine werden von allen Honorarbegrenzungen befreit. Im 4. Quartal 2016 wurden insgesamt 5.358 "TSS-Patienten" abgerechnet. Am häufigsten wurden dabei Termine bei Nervenärzten/Neurologen und fachärztlichen Internisten (vor allem Kardiologen und Rheumatologen) sowie Radiologen und Dermatologen vermittelt.

Durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) wurde ab 01.01.2016 vorgegeben, dass gemäß § 87 b Abs. 2 Satz 3 SGB V im HVM für Praxisnetze, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen anerkannt sind, gesonderte Vergütungsregelungen vorgesehen werden müssen. Da ein Praxisnetz inhaltlich am ehesten einer standortübergreifenden fach- und schwerpunktübergreifenden BAG gleich zu setzen ist, erhalten Ärzte in Praxisnetzen bei einem entsprechenden Kooperationsgrad des Praxisnetzes den sogenannten BAG-Zuschlag zum RLV.

RLV-/QZV-Berechnungssystematik für den haus- und fachärztlichen Versorgungsbereich


Mit dem 4. Quartal 2015 wurde die RLV/QZV-Berechnungssystematik für den hausärztlichen Versorgungsbereich auf die Fallzahlen des aktuellen Quartals umgestellt. Für den fachärztlichen Versorgungsbereich war diese Umstellung nicht gewünscht, u.a., weil hier Umverteilungen aufgrund der erforderlichen Fachgruppentopfneubildung und nicht absehbarer Fallzahlentwicklungen zu befürchten sind.

Damit kann kein RLV/QZV-Volumen mehr an Haus- und Kinderarztpraxen vor Quartalsbeginn zugewiesen werden. Die RLV- und QZV-Fallwerte für Hausärzte einerseits und Kinderärzte andererseits werden per Rundbrief bzw. im Mitgliederportal veröffentlicht. Hierbei handelt es sich zunächst nur um Mindestfallwerte auf Basis einer vorläufigen Prognose der Fallzahlentwicklung. Wird diese Fallzahl in der Quartalsabrechnung nicht erreicht, erhöhen sich entsprechend die Fallwerte. Umgekehrt führt eine stärkere Fallzahlentwicklung als prognostiziert zu einer Reduzierung künftiger Fallwerte. Das tatsächliche "Praxisbudget" ergibt sich somit erst aus der laufenden Abrechnung auf Basis der endgültigen RLV- und QZV-Fallwerte sowie der aktuellen Fallzahl.

Aufgrund einer niedrigeren Fallzahlsteigerung als im Rahmen der Mindestfallwertberechnung im August 2016 angenommen, wurden im Rahmen der jetzt erfolgten Quartalsabrechnung 4/2016 die RLV- und QZV-Fallwerte der Allgemeinmediziner deutlich erhöht, während der kinderärztliche Fallwert wegen der relativ starken Fallzahlzahlentwicklung nur leicht angehoben werden konnte.

Ausschöpfungsgrade von RLV und QZV

Die RLV-/QZV-Ausschöpfungsgrade (jeweils inklusive der genehmigten Praxisbesonderheiten) fallen in den beiden Versorgungsbereichen weiterhin recht unterschiedlich aus. So wurde im fachärztlichen Bereich das mitgeteilte RLV/QZV-Vergütungsvolumen in 4/2016 um durchschnittlich 28,2 Prozent überschritten, wohingegen Haus- und Kinderärzte hier im Durchschnitt betrachtet nur eine überschreitung von 5,9 Prozent aufweisen. Diese Zahlen sind statistische Durchschnittswerte. Sie errechnen sich aus einer Vielzahl von Einzel- und Gemeinschaftspraxen, die aus EBM-bedingten, praxisspezifischen, regionalen und/oder morbiditätsbedingten aber teilweise auch aus arztindividuellen Gründen ihr RLV/QZV teilweise sehr stark über- oder unterschritten haben. Im Einzelfall bieten die KVN-Bezirksstellen hier jedem Arzt eine individuelle Beratung an, um bereits im Vorfeld Möglichkeiten eines wirtschaftlicheren Praxisangebots zu eruieren.

AGArztgruppenbezeichnungAusschöpfungsgrad in %
01-0 AllgeFachärzte für Innere und Allgemeinmedizin,
 Allgemeinmedizin, Praktische Ärzte, Fachärzte für
 Innere Medizin, die dem hausärztlichen
 Versorgungsbereich angehören105,8%
02-0 KindeFachärzte für Kinder- und Jugendmedizin, die dem
 hausärztlichen Versorgungsbereich angehören106,8%
Summe Hausärzte105,9%
13-0 AnästFachärzte für Anästhesiologie99,0%
14-0 AugenFachärzte für Augenheilkunde141,3%
15-0 ChiruFachärzte für Chirurgie, für Kinderchirurgie,
 für Plastische Chirurgie, für Herzchirurgie117,6%
50-0 NeuChFachärzte für Neurochirurgie118,7%
16-0 FraueFachärzte für Frauenheilkunde126,1%
17-0 KünstFachärzte für Frauenheilkunde mit fakultativer WB
 Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und den
 abgerechneten GONRn 08541 - 08561141,5%
18-0 HNO-ÄFachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde130,1%
19-0 DermaFachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten115,2%
21-0 IntFAFachärzte für Innere Medizin ohne Schwerpunkt,
 die dem fachärztlichen Versorgungsbereich angehören103,2%
22-0 AngioFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Angiologie159,1%
25-0 GastrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Gastroenterologie116,8%
26-0 HämatFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Hämato-/Onkologie102,4%
27-0 KardiFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie156,3%
28-0 InvasFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Kardiologie und invasiver Tätigkeit und
 abgerechneter GONR 34291150,3%
29-0 PneumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Pneumologie 135,9%
30-0 RheumFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Rheumatologie155,8%
61-0 NephrFachärzte für Innere Medizin mit (Versorgungs-)
 Schwerpunkt Nephrologie144,3%
31-0 KiPsyFachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
 -psychotherapie100,9%
32-0 MKGesFachärzte für Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie185,4%
33-0 NerveFachärzte für Nervenheilkunde/Neurologie109,3%
35-0 NukleFachärzte für Nuklearmedizin166,0%
36-0 OrthoFachärzte für Orthopädie123,1%
39-0 Psy30Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie mit
 einem Anteil an Leistungen der Richtlinien-
 Psychotherapie nach Kapitel 35.2 des EBM im
 Vorjahresquartal von mehr als 30 %99,2%
43-0 RadioFachärzte für Diagnostische Radiologie 159,3%
47-0 UroloFachärzte für Urologie120,3%
48-0 PhyReFachärzte für Physikalisch-Rehabilitative Medizin146,5%
Summe Fachärzte128,2%
Gesamtergebnis115,5%


Laborreform: Regelungen für Speziallabor für Nichtlaborärzte


Die KBV hat mit verbindlicher Wirkung zum 4. Quartal 2012 Vorgaben zur Vergütung laboratoriumsmedizinischer Leistungen erlassen. Diese sollen dazu führen, dass deutschlandweit die Laborleistungen einheitlich vergütet werden. Die von der KBV vorgegebene so genannte Laborabstaffelungsquote "Q" beläuft sich für das 4. Quartal 2016 auf 91,58 Prozent.

Für die Arztgruppen Rheumatologie, Endrokrinologie, Nuklearmedizin, Hämatologie, Dermatologie, Gynäkologie, Pneumologie und Urologie sieht die KBV-Vorgabe zusätzlich für die OIII-Eigenerbringung die Bildung von Speziallabor-Budgets vor. Seit 1/2014 berechnet sich die diesbezügliche Obergrenze nach der sogenannten Referenzfallwertmethode. Ausnahmen sind nur für solche Praxen möglich, die der KV nachweisen, dass sie die Anforderungen der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen erfüllen.

Die Quotierung mit der Laborquote "Q" bleibt davon unbenommen. Von dieser Quotierungsregelung gibt es keine Ausnahme.

Praxisbesonderheiten


Die Bedeutung der Praxisbesonderheiten nimmt - insbesondere im fachärztlichen Versorgungsbereich - weiter stetig zu. So beläuft sich für 4/2016 der auf Praxisbesonderheiten entfallende Anteil am zugewiesenen RLV-/QZV-Budget der Fachärzte auf durchschnittlich 8,2 Prozent. Im hausärztlichen Versorgungsbereich machen Praxisbesonderheiten im Durchschnitt nur etwa 0,7 Prozent des budgetierten Gesamtvolumens aus (Hausärzte: 0,4 Prozent / Kinderärzte: 3,5 Prozent).

Um eine Doppelförderung desselben Falles einerseits im Rahmen der Stärkung der Grundversorgung durch PFG bzw. hausärztliche Zusatzpauschale (PHG) sowie andererseits als Praxisbesonderheit auszuschließen, werden bei PFG/PHG-berechtigten und als Praxisbesonderheit gekennzeichneten Fällen die diesbezüglichen PFG-QZV-Zuweisungen bzw. der EBM-Wert der PHG (GOP 03040/04040 EBM) auf die Höhe der Praxisbesonderheit angerechnet. Damit ist eine klare Trennung der Förderung zwischen Grund- und Spezialversorgung gewährleistet.

Als Arztgruppen mit dem höchsten Honoraranteil an Praxisbesonderheiten sind insbesondere Anästhesisten, Neurochirurgen, Hämato-/Onkologen sowie Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie zu nennen, bei denen der diesbezügliche Anteil in 3/2016 zwischen 35 und 53 Prozent liegt. Das zur Vergütung der Praxisbesonderheiten notwendige Honorarvolumen wird - neben den im Rahmen der Zuschläge für besonders förderungswürdige Leistungen hierfür von den Krankenkassen seit 1/2013 zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln - durch Vorweg-Abzug bei den Fachärzten aus dem Versorgungsbereich bzw. ab 4/2015 im hausärztlichen Versorgungsbereich aus dem jeweiligen Arztgruppentopf aufgebracht.


12345678910111213141516
Anästhesisten (01)10.815.901,8411.127.159,402,88 69.64371.1882,22 155,30156,310,65 2242365,36 48.285,2847.148,98-2,35
Augenärzte (04)35.467.483,1036.838.819,923,87 701.643701.513-0,02 50,5552,513,88 4754831,68 74.668,3976.270,852,15
Chirurgen (07,09,37)20.909.329,7921.713.670,913,85 317.011314.958-0,65 65,9668,944,52 3123140,64 67.017,0869.151,823,19
Gynäkologen (10,12)56.089.008,2856.661.802,041,02 1.325.7771.300.864-1,88 42,3143,562,95 910909-0,11 61.636,2762.334,221,13
HNO-Ärzte (13,15)20.589.808,3721.036.784,002,17 503.687508.9111,04 40,8841,341,13 3533581,42 58.328,0758.761,970,74
Dermatologen (16)16.616.388,0817.104.619,412,94 466.957463.476-0,75 35,5836,913,74 2802810,36 59.344,2460.870,532,57
Nephrologen (20)48.637.107,9851.583.024,366,06 45.04447.5085,47 1.079,771.085,780,56 1581643,80 307.829,80314.530,642,18
Kardiologen (22)13.291.529,4313.572.609,762,11 190.135193.0461,53 69,9170,310,57 1701774,12 78.185,4776.681,41-1,92
Lungenärzte (29)8.345.269,218.659.614,443,77 126.611127.5380,73 65,9167,903,02 90900,00 92.725,2196.217,943,77
Gastroenterologen (34)12.381.147,8812.268.642,05-0,91 121.219119.669-1,28 102,14102,520,37 129128-0,78 95.977,8995.848,77-0,13
fachärztl. Internisten (90)10.509.964,7310.614.823,731,00 138.326134.280-2,92 75,9879,054,04 128123-3,91 82.109,1086.299,385,10
Hämatologen (92)10.230.418,9410.988.369,177,41 52.94656.1966,14 193,22195,541,20 80833,75 127.880,24132.389,993,53
intern. Rheumatologen (93)4.710.996,744.922.671,624,49 53.90054.3250,79 87,4090,623,68 47470,00 100.233,97104.737,694,49
Angiologen (97)1.669.761,151.622.085,43-2,86 26.99326.094-3,33 61,8662,160,48 2624-7,69 64.221,5867.586,895,24
Laborärzte (26,28)32.310.402,8633.365.239,753,26 1.482.6681.507.5561,68 21,7922,131,56 8481-3,57 384.647,65411.916,547,09
Mund-K.-Gesichtschir. (35)3.655.779,183.737.112,082,22 18.99018.624-1,93 192,51200,664,23 116114-1,72 31.515,3432.781,684,02
Nervenärzte (38)13.523.527,2813.903.024,192,81 207.356205.891-0,71 65,2267,533,54 222217-2,25 60.916,7964.069,245,18
Neurologen (95)5.682.975,536.329.644,7811,38 96.545103.1056,79 58,8661,394,30 971058,25 58.587,3860.282,332,89
Fachärzte für Psychiatrie
u. Psychotherapie (FG 50)7.852.669,008.039.459,282,38 64.03564.7181,07 122,63124,221,30 2312320,43 33.994,2434.652,841,94
Psychother. Medizin (FG 52)3.022.078,772.933.155,40-2,94 9.5419.150-4,10 316,75320,561,20 132129-2,27 22.894,5422.737,64-0,69
Ki.- u. Ju.psychiater (FG 40)10.519.910,7211.095.928,225,48 34.16335.7314,59 307,93310,540,85 1191200,84 88.402,6192.466,074,60
Neurochirurgen (41)2.767.743,592.811.534,731,58 32.00231.554-1,40 86,4989,103,02 71710,00 38.982,3039.599,081,58
Orthopäden (44)26.206.925,3427.454.015,254,76 536.396547.4612,06 48,8650,152,64 4354534,14 60.245,8160.604,890,60
Urologen (56)14.761.647,3115.218.363,023,09 280.400281.3190,33 52,6454,102,77 2382400,84 62.023,7363.409,852,23
Radiologen (53)
ohne Strahlentherap.29.548.561,1729.629.283,370,27 467.711463.766-0,84 63,1863,891,12 230229-0,43 128.472,01129.385,520,71
Nuklearmediziner (59)6.545.512,347.089.572,438,31 85.69888.5053,28 76,3880,104,87 69712,90 94.862,5099.853,135,26
Sonstige Ärzte
(47,53-1,63,72,91,94)30.046.903,0131.349.063,064,33 402.525377.103-6,32 74,6583,1311,36 2092173,83 143.765,09144.465,730,49
Summe Fachärzte (ohne
erm. Ärzte u. Vertragsther.)456.708.751,62471.670.091,803,28 7.857.9227.854.049-0,05 58,1260,053,32 5.6355.6961,08 81.048,5882.807,252,17
hausärztl. Kinderärzte (23)33.823.095,9035.179.491,114,01 548.384574.7094,80 61,6861,21-0,76 4854880,62 69.738,3472.089,123,37
Allg./Prakt.Ärzte/hausärztl.
Internisten(80)328.204.815,98342.517.529,104,36 4.884.8795.008.3982,53 67,1968,391,79 5.0045.000-0,08 65.588,4968.503,514,44
Summe Hausärzte362.027.911,88377.697.020,214,33 5.433.2635.583.1072,76 66,6367,651,53 5.4895.488-0,02 65.955,1768.822,344,35
Ermächtigte Ärzte25.957.209,1725.510.965,92-1,72 230.370219.368-4,78 112,68116,293,20 1.1551.135-1,73 22.473,7722.476,620,01
Vertragsther. (69,70,71)36.221.679,7337.162.453,792,60 88.73591.1212,69 408,20407,84-0,09 1.5761.6001,52 22.983,3023.226,531,06
Laborgemeinschaften (25)4.203.922,164.272.688,341,64
Summe zugel., erm. Ärzte
und Vertragstherapeuten885.119.474,56916.313.220,063,52 13.610.29013.747.6451,01 65,0366,652,49 13.85513.9190,46 63.884,4865.831,833,05
Nichtvertragsärzte (75,76)9.341.153,0810.150.003,968,66 276.914271.644-1,90 33,7337,3710,79
Gesamtsumme (aller Ärzte)894.460.627,64926.463.224,023,58 13.887.20414.019.2890,95 64,4166,082,59 13.85513.9190,46 64.558,6966.561,053,10
                
1) Umsatz Radiologen (53), Nuklearmediziner (59), Urologen (56) ohne Kontrastmittel             
2345678910111213141516
Anästhesisten (01)10.815.901,8411.127.159,402,88 69.64371.1882,22 155,30156,310,65 2242365,36 48.285,2847.148,98-2,35
Augenärzte (04)35.467.483,1036.838.819,923,87 701.643701.513-0,02 50,5552,513,88 4754831,68 74.668,3976.270,852,15
Chirurgen (07,09,37)20.909.329,7921.713.670,913,85 317.011314.958-0,65 65,9668,944,52 3123140,64 67.017,0869.151,823,19
Gynäkologen (10,12)56.089.008,2856.661.802,041,02 1.325.7771.300.864-1,88 42,3143,562,95 910909-0,11 61.636,2762.334,221,13
HNO-Ärzte (13,15)20.589.808,3721.036.784,002,17 503.687508.9111,04 40,8841,341,13 3533581,42 58.328,0758.761,970,74
Dermatologen (16)16.616.388,0817.104.619,412,94 466.957463.476-0,75 35,5836,913,74 2802810,36 59.344,2460.870,532,57
Nephrologen (20)48.637.107,9851.583.024,366,06 45.04447.5085,47 1.079,771.085,780,56 1581643,80 307.829,80314.530,642,18
Kardiologen (22)13.291.529,4313.572.609,762,11 190.135193.0461,53 69,9170,310,57 1701774,12 78.185,4776.681,41-1,92
Lungenärzte (29)8.345.269,218.659.614,443,77 126.611127.5380,73 65,9167,903,02 90900,00 92.725,2196.217,943,77
Gastroenterologen (34)12.381.147,8812.268.642,05-0,91 121.219119.669-1,28 102,14102,520,37 129128-0,78 95.977,8995.848,77-0,13
fachärztl. Internisten (90)10.509.964,7310.614.823,731,00 138.326134.280-2,92 75,9879,054,04 128123-3,91 82.109,1086.299,385,10
Hämatologen (92)10.230.418,9410.988.369,177,41 52.94656.1966,14 193,22195,541,20 80833,75 127.880,24132.389,993,53
intern. Rheumatologen (93)4.710.996,744.922.671,624,49 53.90054.3250,79 87,4090,623,68 47470,00 100.233,97104.737,694,49
Angiologen (97)1.669.761,151.622.085,43-2,86 26.99326.094-3,33 61,8662,160,48 2624-7,69 64.221,5867.586,895,24
Laborärzte (26,28)32.310.402,8633.365.239,753,26 1.482.6681.507.5561,68 21,7922,131,56 8481-3,57 384.647,65411.916,547,09
Mund-K.-Gesichtschir. (35)3.655.779,183.737.112,082,22 18.99018.624-1,93 192,51200,664,23 116114-1,72 31.515,3432.781,684,02
Nervenärzte (38)13.523.527,2813.903.024,192,81 207.356205.891-0,71 65,2267,533,54 222217-2,25 60.916,7964.069,245,18
Neurologen (95)5.682.975,536.329.644,7811,38 96.545103.1056,79 58,8661,394,30 971058,25 58.587,3860.282,332,89
Fachärzte für Psychiatrie
u. Psychotherapie (FG 50)7.852.669,008.039.459,282,38 64.03564.7181,07 122,63124,221,30 2312320,43 33.994,2434.652,841,94
Psychother. Medizin (FG 52)3.022.078,772.933.155,40-2,94 9.5419.150-4,10 316,75320,561,20 132129-2,27 22.894,5422.737,64-0,69
Ki.- u. Ju.psychiater (FG 40)10.519.910,7211.095.928,225,48 34.16335.7314,59 307,93310,540,85 1191200,84 88.402,6192.466,074,60
Neurochirurgen (41)2.767.743,592.811.534,731,58 32.00231.554-1,40 86,4989,103,02 71710,00 38.982,3039.599,081,58
Orthopäden (44)26.206.925,3427.454.015,254,76 536.396547.4612,06 48,8650,152,64 4354534,14 60.245,8160.604,890,60
Urologen (56)14.761.647,3115.218.363,023,09 280.400281.3190,33 52,6454,102,77 2382400,84 62.023,7363.409,852,23
Radiologen (53)
ohne Strahlentherap.29.548.561,1729.629.283,370,27 467.711463.766-0,84 63,1863,891,12 230229-0,43 128.472,01129.385,520,71
Nuklearmediziner (59)6.545.512,347.089.572,438,31 85.69888.5053,28 76,3880,104,87 69712,90 94.862,5099.853,135,26
Sonstige Ärzte
(47,53-1,63,72,91,94)30.046.903,0131.349.063,064,33 402.525377.103-6,32 74,6583,1311,36 2092173,83 143.765,09144.465,730,49
Summe Fachärzte (ohne
erm. Ärzte u. Vertragsther.)456.708.751,62471.670.091,803,28 7.857.9227.854.049-0,05 58,1260,053,32 5.6355.6961,08 81.048,5882.807,252,17
hausärztl. Kinderärzte (23)33.823.095,9035.179.491,114,01 548.384574.7094,80 61,6861,21-0,76 4854880,62 69.738,3472.089,123,37
Allg./Prakt.Ärzte/hausärztl.
Internisten(80)328.204.815,98342.517.529,104,36 4.884.8795.008.3982,53 67,1968,391,79 5.0045.000-0,08 65.588,4968.503,514,44
Summe Hausärzte362.027.911,88377.697.020,214,33 5.433.2635.583.1072,76 66,6367,651,53 5.4895.488-0,02 65.955,1768.822,344,35
Ermächtigte Ärzte25.957.209,1725.510.965,92-1,72 230.370219.368-4,78 112,68116,293,20 1.1551.135-1,73 22.473,7722.476,620,01
Vertragsther. (69,70,71)36.221.679,7337.162.453,792,60 88.73591.1212,69 408,20407,84-0,09 1.5761.6001,52 22.983,3023.226,531,06
Laborgemeinschaften (25)4.203.922,164.272.688,341,64
Summe zugel., erm. Ärzte
und Vertragstherapeuten885.119.474,56916.313.220,063,52 13.610.29013.747.6451,01 65,0366,652,49 13.85513.9190,46 63.884,4865.831,833,05
Nichtvertragsärzte (75,76)9.341.153,0810.150.003,968,66 276.914271.644-1,90 33,7337,3710,79
Gesamtsumme (aller Ärzte)894.460.627,64926.463.224,023,58 13.887.20414.019.2890,95 64,4166,082,59 13.85513.9190,46 64.558,6966.561,053,10
                
1) Umsatz Radiologen (53), Nuklearmediziner (59), Urologen (56) ohne Kontrastmittel             


GKV-Umsatzstatistik - Augenärzte konservativ


Für die Fachgruppe der Augenärzte wurden in einer weiteren übersicht die Werte der Honorarstatistik getrennt für Praxen mit rein konservativ tätigen Augenärzten, für rein operativ tätige Augenarztpraxen sowie für Praxen sowohl mit konservativen als auch operierenden Augenärzten ausgewertet. Diese Auswertung findet sich seit Einführung der Strukturpauschale für ausschließlich konservativ tätige Augenärzte in 1/2012 auch im KVN-Mitgliederportal unter Honorar/Honorarauswertungen/.

Umsatzstatistik der Fachgruppen

4/2016 im Vergleich zu 4/2015 - GKV-Honorarumsatz einschl. Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern

Fachgruppenausgezahltes Honorar in euroFallzahlAnzahl der rzteausgezahltes Honorar je Arzt in euro
4/20154/2016Vernd.(%)4/20154/2016Vernd.(%)4/20154/2016Vernd.(%)4/20154/2016Vernd.(%)
12345678910111213141516
Praxis - rein konservativ10.418.776,1411.093.399,646,48 349.015352.5341,01 29,8531,475,43 2152265,12 48.459,4249.085,841,29
Praxis - konservativ/operierend21.706.398,3022.867.811,155,35 310.090314.0141,27 70,0072,824,03 2302352,17 94.375,6497.309,833,11
Praxis - rein operierend3.342.308,662.877.609,13-13,90 42.53834.965-17,80 78,5782,304,75 2923-20,69 115.252,02125.113,448,56
Gesamt 35.467.483,1036.838.819,923,87 701.643701.513-0,02 50,5552,513,88 4754831,68 74.668,3976.270,852,15



GKV-Umsatzstatistik - Gesamt


Die nebenstehende Tabelle zeigt als Ergebnis der Arztabrechnung des 4. Quartals 2016 den Honorarumsatz einschließlich Sachkosten vor Abzug von Betriebskosten und Steuern der einzelnen Fachgruppen.

Durch die große Vielfalt der Verrechnungsmöglichkeiten von Honorar in den verschiedensten fachgruppen- und ortsübergreifenden Praxiskonstellationen, Anstellungsverträgen in mehreren Praxen mit nahezu beliebiger Aufteilung der Stundenzahl, Rotation und einem bunten Strauß von begründbaren Ausnahmetatbeständen büßen Fachgruppenwerte generell jedoch immer mehr an Aussagekraft ein.

Der überdurchschnittliche Anstieg des Honorarumsatzes bei den Nuklearmedizinern (+5,26 Prozent je Arzt) begründet sich insbesondere durch ein entsprechendes Honorarwachstum im Bereich der neuen unbudgetierten PET- bzw. PET/CT-Leistungen. Der Rückgang bei den Fachärzten für psychotherapeutische Medizin (-0,69 Prozent je Arzt) beruht insbesondere auf einer rückläufigen Fallzahlentwicklung.
Spalte (7) der Umsatzstatistik zeigt die weiterhin auffallende beträchtliche Streuung der Fallzahlentwicklung im fachärztlichen Versorgungsbereich.

12345678910111213141516
Anästhesisten (01)10.815.901,8411.127.159,402,88 69.64371.1882,22 155,30156,310,65 2242365,36 48.285,2847.148,98-2,35
Augenärzte (04)35.467.483,1036.838.819,923,87 701.643701.513-0,02 50,5552,513,88 4754831,68 74.668,3976.270,852,15
Chirurgen (07,09,37)20.909.329,7921.713.670,913,85 317.011314.958-0,65 65,9668,944,52 3123140,64 67.017,0869.151,823,19
Gynäkologen (10,12)56.089.008,2856.661.802,041,02 1.325.7771.300.864-1,88 42,3143,562,95 910909-0,11 61.636,2762.334,221,13
HNO-Ärzte (13,15)20.589.808,3721.036.784,002,17 503.687508.9111,04 40,8841,341,13 3533581,42 58.328,0758.761,970,74
Dermatologen (16)16.616.388,0817.104.619,412,94 466.957463.476-0,75 35,5836,913,74 2802810,36 59.344,2460.870,532,57
Nephrologen (20)48.637.107,9851.583.024,366,06 45.04447.5085,47 1.079,771.085,780,56 1581643,80 307.829,80314.530,642,18
Kardiologen (22)13.291.529,4313.572.609,762,11 190.135193.0461,53 69,9170,310,57 1701774,12 78.185,4776.681,41-1,92
Lungenärzte (29)8.345.269,218.659.614,443,77 126.611127.5380,73 65,9167,903,02 90900,00 92.725,2196.217,943,77
Gastroenterologen (34)12.381.147,8812.268.642,05-0,91 121.219119.669-1,28 102,14102,520,37 129128-0,78 95.977,8995.848,77-0,13
fachärztl. Internisten (90)10.509.964,7310.614.823,731,00 138.326134.280-2,92 75,9879,054,04 128123-3,91 82.109,1086.299,385,10
Hämatologen (92)10.230.418,9410.988.369,177,41 52.94656.1966,14 193,22195,541,20 80833,75 127.880,24132.389,993,53
intern. Rheumatologen (93)4.710.996,744.922.671,624,49 53.90054.3250,79 87,4090,623,68 47470,00 100.233,97104.737,694,49
Angiologen (97)1.669.761,151.622.085,43-2,86 26.99326.094-3,33 61,8662,160,48 2624-7,69 64.221,5867.586,895,24
Laborärzte (26,28)32.310.402,8633.365.239,753,26 1.482.6681.507.5561,68 21,7922,131,56 8481-3,57 384.647,65411.916,547,09
Mund-K.-Gesichtschir. (35)3.655.779,183.

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