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nä 05/2017
aktualisiert am: 15.05.2017

 

  Selbstverwaltung

VV-Mitglieder stellen sich vor


 


Name: Dr. Jens Schweizer

Geburtsdatum: 12. Oktober 1954

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

Fachrichtung: Frauenarzt

Praxissitz in: Georgsmarienhütte

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Ich möchte die Politik der letzten sechs Jahre fortführen und verstehe mich als Vertreter der Basis. Ich möchte dazu beitragen, dass wir mit der KVN eine Interessenvertretung haben, die sich an der Basis orientiert und für die Basis da ist und nicht dagegen. Die KVN muss ihren Weg der transparenten Entscheidungen unbedingt weiter ausbauen und sich hartnäckig für einen Bürokratieabbau einsetzen. Dazu gehört sicher noch eine stärkere Einbindung der Kollegen/innen, was auf der anderen Seite aber auch ein größeres Engagement der Basis erfordert.

Was möchten Sie in den nächsten sechs Jahren erreichen?
Als erstes Ziel möchte ich die Abschaffung der Terminservicestellen erreichen. Sie sind überflüssig und kosten die Ärzteschaft unnötig Geld. Auch werde ich mich weiter für eine angemessene Honorierung und Honorargerechtigkeit im hausärztlichen, fachärztlichen und psychotherapeutischen Bereich einsetzen. Weitere Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten sowie Psychologischen Psychotherapeuten. Stärkung der Ärzteschaft und ihrer Interessen bei Politik, Medien und Krankenkassen.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
Erhalt der ärztlichen Unabhängig und Begrenzung des staatlichen Einflusses auf alle ärztlichen Belange. Reduktion des Einflusses Dritter (Staat, Krankenkassen, Konzerne und Pharmaunternehmen) in allen behandlungsspezifischen Entscheidungsprozessen. Erhalt der KVen als Interessenvertretung gegenüber Dritten. Es darf zu keiner Aufspaltung in eine haus- und fachärztliche KV kommen. Denn nur gemeinsam können wir den Angriffen von außen trotzen.

Ihr Lebensmotto?
Nur gemeinsam sind wir stark.



Name: Dr. med. Peter Kalbe

Geburtsdatum: 30. Juni 1955

Familienstand: verheiratet, drei Kinder

Fachrichtung: Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie

Praxissitz in: Rinteln und Bückeburg/Obernkirchen

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Wer etwas bewegen und verbessern will, muss sich auch in den Gremien der Selbstverwaltung engagieren. Meine Tätigkeit in der Vertreterversammlung der KV Niedersachsen während der letzten 12 Jahre hat mir gezeigt, dass man durch Beharrlichkeit und diplomatisches Geschick durchaus Fortschritte für die berufliche Situation der niedergelassenen Ärzte erzielen kann.

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Eine der wichtigsten Aufgaben der Vertreterversammlung wird die Anpassung des Bereitschaftsdienstes sein. Dabei wünsche ich mir eine Lösung in enger Kooperation mit den Krankenhäusern. Ohnehin will ich mich, auch auf der Bundesebene, für eine stetige Verbesserung der intersektoralen Kooperation einsetzen. Die KV muss in der Zukunft auch noch mehr auf die Wünsche und Vorstellungen der nachrückenden Ärztegeneration zur deren Tätigkeit in der vertragsärztlichen Versorgung eingehen.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
Die Funktion und Bedeutung der ärztlichen Selbstverwaltung wird kaum noch in Frage gestellt. In Anbetracht der aktuellen gesetzlichen Gängelungen müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen jedoch ihre Handlungsfähigkeit behaupten und kreative Lösungen für die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung suchen. Dabei darf es keine Dogmen und Berührungsängste zu technischen und gesellschaftlichen Zukunftsentwicklungen geben.

Ihr Lebensmotto?
Wer etwas Schwieriges erreichen möchte, braucht einen langen Atem.



Name: Dr. Ludwig Grau

Geburtsdatum: 4. Oktober 1954

Familienstand: verheiratet

Fachrichtung: Fachärztlich tätiger Internist

Praxissitz in: Oldenburg

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Ehrlich gesagt, ich wollte eigentlich nicht mehr antreten, jüngeren Kollegen Platzmachen. Ich bin aber freundlich und nachhaltig überzeugt worden, noch einmal zu kandidieren. Das habe ich dann auch mit viel Engagement getan.

Was möchten Sie in den nächsten sechs Jahren erreichen?
Mein berufspolitisches Feld in den letzten 20 Jahren war immer die Honorarpolitik. Dabei fällt mir auf, dass bei guten Honorarzuwächsen der letzten vier Jahre (Fachärzte wie Hausärzte im Mittel Steigerung gleichermaßen um jeweils 17 Prozent, ca. 4 Prozent/ Jahr), die RLV/ QZV-Honorare der Fachärzte mit einer Steigerung um lediglich 4 Prozent (ein Prozent/ Jahr) abgekoppelt sind. Hier besteht deutlicher Korrekturbedarf.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
Gerade im Wahljahr 2017 ist unübersehbar, dass viele politische Parteien eine Einheitskrankenkasse ohne die privaten und ein politisch gesteuertes Gesundheitswesen á la DDR oder England präferieren. Dem gilt es entschieden entgegenzutreten. Die Freiberuflichkeit des Arztberufes, die nach meiner überzeugung die Kostenerstattung beinhaltet, muss in der politischen Diskussion auf der Tagesordnung bleiben!

Ihr Lebensmotto?
Steter Tropfen höhlt den Stein. Geduld und auch mal lachen.



Name: Timo Schumacher

Geburtsdatum: 09. Juli 1975

Familienstand: verheiratet

Fachrichtung: FA f. Allgemeinmedizin

Praxissitz in: Schwanewede

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Ehrlich gesagt, möchte ich etwas bewirken! Kollegen schätzen meine analytische und lösungsorientierte Art, das möchte ich auch in die Vertreterversammlung einbringen, um unsere Arbeitsbedingungen in den Praxen zu verbessern. Dabei ist es mir wichtig, die Interessen aller Facharztkollegen zu vertreten, nach dem Credo: Pro Salute Omnium. Denn nur gemeinsam werden wir in Zukunft wirklich etwas bewegen.

Was möchten Sie in den nächsten sechs Jahren erreichen?
Momentan gehen viele Vorschriften an der Arbeitsrealität in unseren Praxen vorbei. Ich möchte erstens Rechtsunsicherheit bei gesetzlichen Vorgaben, Formularen und Abrechnung abbauen. Zweitens können wir bisher einige Regelungen in den Praxen nicht wirtschaftlich umsetzen. Das heißt nicht, dass wir damit hohe Gewinne erarbeiten müssen; unsinnige Bestimmungen dürfen aber künftig nicht mehr dazu führen, dass wir uns ein Minus einspielen. Ich setze mich für Vorschriften von Praktikern für Praktiker ein - das erhält uns die Freude an unserem schönen Beruf!

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
In den letzten Jahren war die Arbeit in der Selbstverwaltung teilweise eher ein Gegeneinander als ein Miteinander. Wir dürfen uns nicht weiterhin gegeneinander ausspielen und auf Kosten einzelner Facharztgruppen handeln. Nur gemeinsam kommen wir auf Dauer zu einer guten Lösung für alle ärztlichen Kollegen, auch wenn die eigenen Interessen dafür mal zurücktreten müssen.

Ihr Lebensmotto?
Keep it simple.



Name: Dr. med. Ronald Lücke

Geburtsdatum: 18. Januar 1960

Familienstand: geschieden

Fachrichtung: Allgemeinmedizin

Praxissitz in: Hameln

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Um meinen Beitrag dabei zu leisten, die Probleme, die Ärzte und Patienten gemeinsam haben, zu lösen!

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Eine adäqute Versorgung der Bevölkerung zu einem angemessenen Honorar - ich befürchte bloß, daß dieses Ziel in sechs Jahren nicht zu erreichen sein wird...

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
In den sinkenden Arztzahlen durch fehlenden Nachwuchs!

Ihr Lebensmotto?
Es gibt nur Lösungen!



Name: Dr. med. Volker Niehaus

Geburtsdatum: 14. März 1951

Familienstand: Verheiratet

Fachrichtung: Orthopäde

Praxissitz in: Norden

Warum haben Sie für die VV kandidiert?
Meine Intention ist es in den letzten Jahren immer gewesen, mich für die gesamte Ärzteschaft - unabhängig vom Versorgungsbereich - einzusetzen. Darüber hinaus natürlich immer wieder in Erinnerung zu bringen, dass auch die Region, die ich vertrete, nämlich die Bezirksstelle Aurich, Teil des Landes Niedersachsen ist.

Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen?
Fortsetzung einer gemeinsamen Vertretung für die gesamte Arzteschaft. In der öffentlichkeit klarstellen, dass nur wir Ärzte in der Lage sind, die medizinische Versorgung auf einem qualitativ hohen Niveau aufrecht zu erhalten.

Wo liegt derzeit die größte Herausforderung für die ärztliche Selbstverwaltung?
Die größte Herausforderung besteht in den zunehmenden Versuchen der Politik, durch ständige neue Gesetzesvorlagen die Rechte der ärztlichen Selbstverwaltung einzuschränken und auf diese Art und Weise immer mehr Einfluss zu gewinnen.

lhr Lebensmotto?
Einer für Alle und Alle für Einen.



Verfasser/in:

KVN




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