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nä 06/2018
aktualisiert am: 15.06.2018

 

  Politik & Verbände

Norddeutsche Hausärzte luden zum 34. Seminarkongress ein

200-Stunden-Programm mit modernerem Organisationskonzept und aktuellen Infos zur hausarztzentrierten Versorgung


 


Gesundheitspolitische Lösungen für eine immer älter werdende Gesellschaft mit chronisch Kranken sind gefragter denn je. Aber welchen Stellenwert hat der Hausarzt im Zeitalter von Telemedizin, Gesundheits-Apps & Co. noch? Was tun gegen mangelnden Hausarztnachwuchs, vor allem auf dem Land? Quo vadis also, medizinische Versorgung? Ein herausforderndes Thema für das "Politikforum", das mit dieser berufspolitischen Diskussion erstmals den Auftakt für den Seminarkongress Norddeutscher Hausärzte in Lüneburg bildete. Der Niedersächsische Hausärzteverband organisierte den Fortbildungskongress federführend für die ebenfalls teilnehmenden Landesverbände Braunschweig, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein - in der mittlerweile 34. Auflage.

Das eineinhalbstündige "Forum" am Freitag, 4. Mai, war zugleich offizielle Eröffnungsveranstaltung des Kongresses und mit Claudia Schröder vom niedersächsischen Sozialministerium, Marion Renneberg, Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen, Mark Barjenbruch, Vorstandsvorsitzender der KVN, Jan Seeger von der AOK Niedersachsen und Dr. Uwe Lankenfeld als Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des Hausärzteverbandes Niedersachsen hochrangig besetzt.

Auf der Agenda der Traditionsveranstaltung standen danach fast 50 Fortbildungskurse für Hausärzte und Praxisteams, eine Industrieausstellung auf 500 Quadratmetern, der traditionelle Gesundheitstag für Patienten in der Lüneburger Altstadt - dieses Mal zum Thema Impfen - und ein erweitertes Konzept für das Nachwuchsseminar "Karriere Allgemeinmedizin", bei dem der Landesverband (auch ein Novum) mit dem Kompetenzzentrum zur Förderung der Weiterbildung der Allgemeinmedizin Niedersachsen (KANN) kooperierte. Unterm Strich wurde den Teilnehmern so ein rund 200-Stunden-Programm an Fortbildung geboten.

"Es war eine gute Mischung aus Bewährtem, Unkonventionellem und Neuem", so Dr. Matthias Berndt, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Niedersachsen. "Dieses Mal starteten wir erstmals schon am Freitagnachmittag, sodass der Kongress am frühen Samstagabend endete und nicht wie zuvor am Sonntag." Ein Beitrag zu mehr Work-Life-Balance, den sich die Besucher wünschten.

Von der "Arznei- und Heilmittelversorgung" über "Ehrlich gutes Geld verdienen" und "Hurra, eine neue Kollegin" bis zu den ureigenen hausärztlichen Themen wie "Palliativmedizin" sowie "Notfall-und Impfmanagement" war alles dabei. Auch die "Pädiatrie" kam mit zwei Seminareinheiten nicht zu kurz. Einen Schwerpunkt des Kongresses bilden die Seminare zur hausarztzentrierten Versorgung HzV - auch als Hausarztprogramm bekannt. "Wir haben vor kurzem neue Verträge mit weiteren Krankenkassen abgeschlossen, mit noch mehr und besseren Angeboten für Patienten und Hausärzte, über die wir informieren werden", so Dr. Berndt.

Beim zweitägigen Seminar "Karriere Allgemeinmedizin" konnten Studenten und Weiterbildungsassistenten gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Lichte und der Hausärztin und Vizepräsidentin der niedersächsischen Ärztekammer, Marion Renneberg, reichlich Praxisluft schnuppern: Erstmalig stand der Besuch einer Hausarztpraxis und der Notfallpraxis am Krankenhaus in Lüneburg auf der Agenda.

Verfasser/in:

KVN



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