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nä 09/2018
aktualisiert am: 17.09.2018

 

  Qualitätsmanagement

Bundesauswertung Qualitätssicherung 2017


 


Die Sicherstellung der Qualität in der medizinischen Versorgung ist Ziel und Herausforderung zugleich. In Deutschland hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) als oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung die Aufgabe, Maßnahmen der Qualitätssicherung für den ambulanten und stationären Bereich des Gesundheitswesens zu beschließen. Mit der Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen beauftragt er ein unabhängiges Institut, das IQTIG (Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen). Hier werden die Instrumente für die Messung und Darstellung der Versorgungsqualität entwickelt. Mittels Qualitätsindikatoren, die zum Teil risikoadjustiert sind, wird die Qualität einzelner Leistungserbringer mit einem bundeseinheitlichen Referenzwert verglichen und bewertet. Die Ergebnisse der Qualitätssicherung werden in einer Bundesauswertung dargestellt, die im Wesentlichen die Ergebnisse zu den Qualitätsindikatoren abgebildet. Zusätzlich werden ergänzende Zusammenhänge in einer Basisauswertung dargestellt.

Am 01.08.2018 wurden vom IQTIG die Bundesauswertungen für das Erfassungsjahr 2017 vorgelegt. Für jedes Qualitätssicherungsverfahren steht auf der Homepage des IQTIG eine Jahresauswertung zum Download bereit (https://iqtig.org/berichte/bundesauswertung/).

Beispielsweise wurden in der Bundesauswertung Geburtshilfe 761.481 Datensätze (Geburtendokumentationen) aus 718 Krankenhäusern ausgewertet. Niedersachsen hat daran einen Anteil von 8,9%, mit 67.729 Geburten aus 73 geburtshilflichen Fachabteilungen. In der Bundesauswertung werden alle Qualitätsindikatoren dargestellt, auch diejenigen, die unter die Richtlinie zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren fallen.

Für diese Qualitätsindikatoren ist ein gesondertes Verfahren des Strukturierten Dialogs (Kontaktaufnahme mit dem Krankenhaus im Falle einer negativen Auffälligkeit in einem Qualitätsidikator) und der Datenvalidierung (überprüfung der Dokumentationsqualität in den einzelnen Krankenhäusern) vorgesehen, das künftig auch Planungsrelevanz haben soll. Bundesweit haben sich die Ergebnisse gerade bei diesen Qualitätsindikatoren minimal verbessert.


Verfasser/in:
Dipl.-Dok. Silvia Berlage
Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen, Einrichtung der Ärztekammer Niedersachsen
Berliner Alle 20, 30175 Hannover
silvia.berlage@zq-aekn.de


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