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nä 10/2018
aktualisiert am: 15.10.2018

 

  Praxis & Versorgung

Neuerscheinungen


 


Weites Feld komplexer Zusammenhänge


Rickels, Eckhard, Jürgen Piek (Hrsg.): Handbuch Schädelhirn-Trauma. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018,
545 Seiten, 99,95 Euro.

Das Handbuch erfasst das komplexe Thema Schädelhirn-Trauma (SHT) in 20 Kapiteln aus unterschiedlichsten Perspektiven: Schädel-Hirn-Trauma und Polytrauma, Grundzüge der intensivmedizinischen Behandlung, Spätfolgen, Sekundärerkrankungen, Neurotraumatologische Definitionen und Scores etc.! In den meisten entwickelten Ländern nimmt der durch Verkehrsunfälle bedingte Anteil der Schädel-Hirn-Traumen ab, sodass mittlerweile der Sturz mit 52,5 Prozent die häufigste Ursache einer Schädel-Hirn-Verletzung ist, gefolgt von Verkehrsunfällen (26,3 Prozent), Sportunfällen (6,9 Prozent) und Gewaltanwendungen(14,2 Prozent). Die Mortalität beträgt im Durchschnitt ein Prozent, ist aber in der Gruppe der unter sechs Jahre alten Patienten mit ca. 60 Prozent extrem hoch. Das breit gefächerte Spektrum der Handbuchbeiträge bis hin zu Spätfolgen und Sekundärerkrankungen sowie Fragen der Frührehabilitation und der beruflichen Wiedereingliederung verdeutlichen den Stellenwert des Schädel-Hirn-Traumas als der kompliziertesten Erkrankung im komplexesten Organ ("The most complicated disease of the most complex organ"). Das Handbuch klärt über die wirksamen einzelnen Mechanismen in ihren Wechselwirkungen und ihrer Bedeutung für das diagnostische und therapeutische Vorgehen auf. Es bietet auch einen Anlaß, an das Engagement von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl zu erinnern.

Grippe-Impfung: KBV stellt Infomaterialien für die Praxis bereit


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ruft auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen zur Grippeschutzimpfung auf. Ärzte können ihre Patienten mit einem Plakat, einer Wartezimmerinformation und einem Video auf die Vorteile der Impfung hinweisen.

Die KBV stellt das Plakat mit dem Aufruf "Gib der Grippe eine Abfuhr!", eine Patienteninfo im DIN-A4-Format sowie ein Video zum Thema kostenlos zur Verfügung. Ärzte können die Materialien für die Praxis nutzen, um Patienten über die Impfung zu informieren. Zudem fasst eine aktuelle Praxisinformation alles Wichtige zur Grippeschutzimpfung für Ärzte und Praxisteams zusammen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut empfiehlt, die Influenzaimpfungen vorzugsweise im Oktober oder November durchzuführen. Die Impfung erfolgt mit einem Vierfach-Impfstoff. Hier richtete sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nach einer Empfehlung der STIKO in der Schutzimpfungs-Richtlinie.

Mit Blick auf die bevorstehende Erkältungswelle im Herbst weist die KBV in der Praxisinformation sowie beim Infoblatt für Patienten auch noch einmal auf den gezielten Einsatz von Antibiotika hin, um Resistenzen zu vermeiden.

Der Aufruf zur Grippeschutzimpfung ist Teil der Präventionsinitiative, die die KBV 2010 zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen gestartet hat. Weitere Themen in diesem Jahr waren die Früherkennung von Darmkrebs und die neue Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen.

Die Materialien stehen im Internet zur Bestellung und zum Download bereit unter
http://www.kbv.de/html/1150_37044.php .


Sprachführer für die Psyche


Schwarz, Michael, Kleinmann, Bettina (Hrsg.): MedGuide "Psychische Störungen". 198 Seiten, DIN-A4-Großformat. Bestellung ausschließlich über
http://www.edition-medguide.de . 39,90 Euro.


Die Versorgung von Patienten mit Migrationshintergrund, oft ohne deutsche Sprachkenntnisse, bleibt eine Herausforderung für Ärzte und medizinische Einrichtungen. Im Jahr 2017 wurde dafür der Sprachführer "MedGuide" herausgegeben, der mittels einfacher Piktogramme eine Basisverständigung zwischen Arzt und Patient mit Migrationshintergrund ermöglichen soll. Er hat nun eine Fortsetzung in dem "MedGuide "Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik (Diagnostik)" erhalten. Der medizinische Sprachführer ermöglicht eine umfassende Diagnose bei psychischen Störungen. Er spart somit wertvolle Behandlungszeit, auch wenn kein Dolmetscher zur Stelle ist. Mit seiner inhaltlichen Vielfalt deckt der MedGuide eine große Bandbreite möglicher psychischer Probleme ab. Abfragen beziehen sich etwa auf Abhängigkeiten wie Alkohol, Nikotin und weitere Drogen oder auf Angst- und Zwangsstörungen. Ein besonderer Schwerpunkt sind die Fragen zur posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und die Abfrage von Migrationsaspekten wie zur Integration und von kulturellen Besonderheiten.
Der "grüne MedGuide" übersetzt wie der "blaue MedGuide Allgemeinmedizin" zwischen den Sprachen Deutsch, Arabisch und Farsi. Die Illustrationen helfen auch Menschen ohne Lese- und Schreibkenntnisse. Die übersetzungen werden von professionellen Agenturen angefertigt und von der Hamburger JUNG-Stiftung für Wissenschaft und Forschung unterstützt. Von den Verkaufserlösen werden weitere medizinische Sprachführer entwickelt.

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